Bitteres Pokalaus für die Niners in Crailsheim: Merlins entzaubern müde Chemnitzer!

Chemnitz - Die Niners Chemnitz haben den Einzug ins Pokal-Viertelfinale verpasst! Bei den Merlins Crailsheim zog die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore am Samstagabend mit 72:86 den Kürzeren. Im fünften Aufeinandertreffen beider Vereine war es die fünfte Pleite für die Sachsen.

Niners-Coach Rodrigo Pastore verpasste am Samstagabend mit seiner Mannschaft den Einzug ins Pokal-Viertelfinale (Archivbild).
Niners-Coach Rodrigo Pastore verpasste am Samstagabend mit seiner Mannschaft den Einzug ins Pokal-Viertelfinale (Archivbild).  © Toni Söll

Die ersten 90 Sekunden gehörten einem Mann: Mindaugas Sušinskas. Der Litauer zauberte den Merlins zwei Dreier in den Korb und legte einen Monster-Dunk nach: Chemnitz führte 8:0.

Danach erhöhten die Gastgeber die Intensität. Den Niners unterliefen bereits in dieser Phase zu viele einfache Ballverluste. In der 6. Minute war ihr Vorsprung weg. Das erste Viertel entschieden die Crailsheimer mit 21:19 für sich. Im zweiten Abschnitt zogen sie zwischenzeitlich bis auf sieben Punkte weg (29:22/13.).

Die Pastore-Five ließ nicht abreißen, kämpfte sich trotz der ungewohnt hohen Fehlerquote (elf Turnover in den ersten 20 Minuten) bis zur Pausensirene auf 37:40 heran.

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Vor 2471 Zuschauern baute der Vorjahres-Finalist Crailsheim seinen Vorsprung nach Wiederbeginn mit einem 8:0-Lauf aus. Pastore nahm nach 105 Sekunden die erste Auszeit. Half nicht wirklich. Sein Team kassierte den dritten Dreier innerhalb von zweieinhalb Minuten.

Pastore nahm die nächste Auszeit und faltete seine Jungs zusammen: "Ihr vergesst die fundamentalen Dinge!"

Chemnitzer Niners wirkten platt und unkonzentriert

Auch diese Ansprache verpuffte wirkungslos. Den Niners gelang nichts. 44 Stunden nach dem erfolglosen Europe-Cup-Auftritt gegen Brose Bamberg wirkten sie platt und unkonzentriert. Crailsheim konnte sich vor Gang ins letzte Viertel ein komfortables 16-Punkte-Polster erarbeiten (65:49).

Für die Gäste ging es spätestens jetzt nur noch um Schadensbegrenzung. Topscorer Sušinskas schraubte sein persönliches Punktekonto auf 18 hoch. Am Pokal-Aus der Chemnitzer, die in der Vorsaison noch im Halbfinale standen, änderte das nichts.

Die bittere Niederlage müssen sie schnell aus ihren Kleidern schütteln. Am Mittwochabend ist schon wieder Pokalzeit. In der Europe-Cup-Gruppenphase gastiert Golden Eagle Ylli aus dem Kosovo in der Messe Chemnitz.

Titelfoto: Toni Söll

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