Chemnitz - Auf den Hallensprecher der Niners wartet in der neuen Saison ein echter Zungenbrecher! Neuzugang Jannis Alexander Götz Maria Freiherr von Seckendorff (23) - mehr Buchstaben im Namen hatte noch kein Korbjäger der Sachsen - spielt ab September für den Chemnitzer Basketball-Bundesligisten.
Der 23-Jährige kommt vom Zweitligisten Eisbären Bremerhaven, mit dem er vor anderthalb Wochen in den ProA-Play-offs denkbar knapp den Aufstieg in die BBL verpasste. Von Seckendorff, 2,04 Meter groß und 96 Kilogramm schwer, soll in der Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore (53) die Position des Power Forwards besetzen. Er ist der dritte Niners-Neuzugang.
Mit dem Wechsel nach Chemnitz kommt der gebürtige Kölner der Heimat seines Großvaters, welcher ursprünglich aus Dresden stammt, ein gutes Stück näher.
"Vielleicht kann ich die Stadt mal besuchen. Am meisten freue ich mich aber auf die Heimspiele in der Messe Chemnitz. Die Fans sind weithin für ihre leidenschaftliche Unterstützung bekannt. Mein Bremerhavener Teamkollege Dominique Johnson hat mir auch sonst viel Gutes berichtet", verrät von Seckendorff.
Er musste nicht lange überlegen, als ihn die Niners-Offerte erreichte: "Ich hatte viele Gespräche mit Rodrigo Pastore und freue mich auf den Sprung in die BBL. Ich werde hart an mir arbeiten und möchte mich kontinuierlich verbessern. Mit Kampfgeist und Energie möchte ich die Fans mitreißen!"
Jannis von Seckendorff kommt vom Zweitligisten Eisbären Bremerhaven
Der Grund für seine Verpflichtung liegt nicht im eingangs erwähnten langen Namen oder im Adelsgeschlecht - Jannis von Seckendorff hat großes sportliches Potenzial. Er vereint Athletik, Kampfgeist sowie Energizer-Qualitäten und ist mit 23 Jahren noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen.
Die ersten Schritte machte der Flügelspieler bei der BG Köln. Anschließend durchlief er das Nachwuchs-Programm der Telekom Baskets Bonn.
Von 2021 bis 2025 ging er in seiner Heimatstadt für die RheinStars Köln in der ProB auf Korbjagd.
Vor einem Jahr wechselte von Seckendorff nach Bremerhaven in die ProA.
Bei den Eisbären bestritt der sprunggewaltige Korbjäger, der parallel zu seiner Profikarriere Informatik studiert, in der abgelaufenen Saison 42 Pflichtspiele mit je rund 22 Einsatzminuten, in denen ihm durchschnittlich zehn Punkte und vier Rebounds gelangen.