Keine Pause für die Niners nach bitterer Heimpleite im Europe-Cup Pokalkampf

Chemnitz - Lange Gesichter im Niners-Lager nach der internationalen Heimpremiere! Das Europe-Cup-Duell mit Brose Bamberg ging am Donnerstagabend 85:89 (49:41) verloren. Bis zum 82:82-Ausgleich der Gäste 137 Sekunden vor dem Ende lagen die Chemnitzer durchweg vorn.

Niederlagen können passieren: Point-Guard Nelson Weidemann (23, r.) überraschend gelassen nach der Heimniederlage.
Niederlagen können passieren: Point-Guard Nelson Weidemann (23, r.) überraschend gelassen nach der Heimniederlage.  © IMAGO / Alexander Trienitz

In der entscheidenden Phase unterliefen ihnen dann allerdings gleich drei Ballverluste in Folge. Die Niners gerieten ins Hintertreffen und konnten trotz lautstarker Unterstützung von den Rängen das Spiel nicht wieder auf ihre Seite ziehen.

"Es ist Anfang der Saison, da passiert noch viel, gehören solche Niederlagen einfach dazu", ging Point-Guard Nelson Weidemann (23) überraschend gelassen mit der Heimpleite um.

Im ersten Viertel gelang den Bambergern nichts und den Chemnitzern fast alles. Es waren nicht einmal fünf Minuten gespielt, da stand ein 16:2 auf der Anzeigetafel. Nach dem ersten Viertel führte Chemnitz 29:14.

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Niners Chemnitz Chemnitz gewinnt beim bisher ungeschlagenen FC Porto mit 86:74

"Wir haben gut angefangen. Aber Basketball ist ein Spiel der Läufe. Es war zu erwarten, dass die Bamberger bissiger und galliger auftreten werden", meinte Weidemann. So kam es auch. Kurz vor Ende des zweiten Viertels war der Vorsprung bis auf drei Punkte zusammengeschmolzen (44:41/19.).

In Crailsheim muss ein Sieg her

Die zweite Halbzeit wurde zur schweren Kost. Beide Teams kämpften um jeden Ball. Das Schiedsrichter-Trio hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Als der Niners-Kanadier Aher Uguak (24) sieben Minuten vor Ultimo mit seinem Distanzwurf auf 77:66 stellte, sah alles nach einem Heimsieg aus.

Bamberg schlug zurück und ging dank seiner beiden Top-Scorer Christian Sengfelder (27, 24 Punkte) und Justin Wright-Foreman (24, 21) als Gewinner vom Parkett.

"Sie wollten den Sieg am Ende ein bisschen mehr. Sie haben physischer gespielt. Wir hatten Probleme, uns darauf einzustellen", meinte Weidemann. Bereits am Samstagabend geht es im DBB-Pokal für die Niners, die in Arnas Velicka (22, fünf Dreier, 20 Punkte) ihren besten Werfer hatten, weiter.

In Crailsheim muss ein Sieg her, sonst ist das Aus im ersten der drei Wettbewerbe besiegelt. "Die Bamberg-Niederlage schnell abhaken und auf das Pokalduell konzentrieren", betonte Weidemann: "Wenn wir dort verlieren, das wäre bitter." In der vergangenen Saison hatten es die Chemnitzer bis ins Halbfinale geschafft.

Titelfoto: IMAGO / Alexander Trienitz

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