Niners Chemnitz verlieren Nervenschlacht gegen Tofas Bursa und verpassen Einzug in die Champions League

Chemnitz - Die Chemnitzer Niners haben den Sprung in die Champions League denkbar knapp verpasst! Beim Qualifikationsturnier in Skopje mussten sie sich am Sonntagabend gegen das favorisierte Team von Tofas Bursa mit 78:82 (44:50) geschlagen geben.

Nelson Weidemann (am Ball) hat mit den Niners den Einzug in die Champions League verpasst. Als kleiner Trost bleibt den Chemnitzern der Start im FIBA Europe Cup.
Nelson Weidemann (am Ball) hat mit den Niners den Einzug in die Champions League verpasst. Als kleiner Trost bleibt den Chemnitzern der Start im FIBA Europe Cup.  © Ernesto Uhlmann

"Gegen Bursa werden wir es deutlich schwerer haben", meinte Trainer Rodrigo Pastore nach dem souveränen Halbfinalsieg gegen den Schweizer Meister Fribourg Olympic. Der Argentinier sollte Recht behalten.

Im ersten Viertel wurden die Chemnitzer schwindelig gespielt. Nach acht Minuten lag Bursa 28:18 vorn. Vor allem einen Mann bekam das Team von Trainer Rodrigo Pastore nicht in den Griff: Centerhüne Bouba Toure. Bis zur Halbzeitpause hatte der Senegalese zehn Rebounds und 15 Punkte eingesammelt.

Die Niners kämpften sich zu Beginn des zweiten Viertels durch die Dreier von Marko Filipovity und Arnas Velicka heran. Shonn Miller verkürzte in der 15. Minute auf 38:37. Es folgte ein 9:0-Lauf der Türken, die mit einer 50:44-Führung in die Kabine marschierten.

Niners Chemnitz müssen Löwen jagen
Niners Chemnitz Niners Chemnitz müssen Löwen jagen

Das dritte Viertel ging deutlich an Chemnitz. Erst Dreier, dann Dunk Miller, Freiwurf Richter - innerhalb von zwei Minuten glichen die Niners aus. Velicka sorgte Mitte des dritten Viertels aus der Distanz für die erste Führung (56:53).

Jetzt waren die Türken völlig von der Rolle, trafen plötzlich gar nichts mehr. Die Sachsen zogen auf 63:53 (28.) weg und entschieden den dritten Abschnitt mit 21:8 für sich.

Niners schaffen den Ausgleich, müssen sich aber dennoch geschlagen geben

Bursa startete mit einem 6:0-Lauf ins letzte Viertel. Jetzt wurde das Finale endgültig zur Nervenschlacht. Rob Gray brachte mit seinem Dreier die Türken erstmals wieder nach vorn und legte nach einem Fastbreak nach: 73:69 (36.).

Chemnitz konnte eine Minute vor dem Ende durch Mooney nochmals ausgleichen: 78:78, blieb in den letzten beiden Angriffen aber erfolglos.

Die Niederlage ist kein Beinbruch. Tofas stand in der vergangenen Saison bereits im Champions-League-Viertelfinale, scheiterte dort nur hauchdünn mit zwei Punkten Differenz am späteren Titelgewinner Lenovo Teneriffa.

Die Pastore-Five darf trotzdem auf europäischem Parkett weiterspielen: im FIBA Europe Cup. Mitte Oktober geht’s los. Der Gegner steht noch nicht fest. Am 4. Oktober startet das Pastore-Team mit dem Heimspiel gegen Heidelberg in die neue BBL-Saison.

Titelfoto: Ernesto Uhlmann

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