Niners feiern gegen Bayreuth sechsten Sieg, aber Weidemann muss verletzt raus!

Chemnitz - Die Niners Chemnitz setzen ihren Höhenflug fort und steuern weiter sicher auf Play-off-Kurs. Vor 4456 Zuschauern feierten sie am Freitagabend gegen den Vorletzten Bayreuth einen 84:77 (50:38)-Sieg. Es war der sechste in dieser Saison.

Niners-Spieler Jonas Richter (hier gegen Kalif Young von Medi Bayreuth) konnte am Freitagabend mit seinen Jungs einen Sieg eintüten.
Niners-Spieler Jonas Richter (hier gegen Kalif Young von Medi Bayreuth) konnte am Freitagabend mit seinen Jungs einen Sieg eintüten.  © IMAGO / Alexander Trienitz

Einziger Wermutstropfen: Nelson Weidemann wurde gegen Ende des dritten Viertels beim Alley oop vom Bayreuther Osaro Rich gecheckt. Der Chemnitzer knallte mit dem Becken aufs Parkett und musste verletzt raus.

Die Chemnitzer erwischten einen guten Start, lagen schnell 5:0 vorn. 86 Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels gingen die Gäste zum ersten und letzten Mal in Führung (17:16). Die holte Kevin Yebo umgehend wieder zurück. 22:19 hieß es nach zehn Minuten für die Niners.

Die konnten sich dank der starken Wurfquote von über 60 Prozent bis zur Halbzeitpause weiter absetzen. Angeführt von Arnas Velicka, der in der ersten Hälfte zwölf Punkte einsammelte, und dem unterm Brett stark und spektakulär auftrumpfenden Yebo erspielten sich die Hausherren ein ordentliches Punktepolster.

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Niners Chemnitz Drei Basketballer verlassen die Chemnitzer Niners

Ruhig und routiniert ging das Team von Trainer Rodrigo Pastore auch nach dem Seitenwechsel zu Werke. Jonas Richter versenkte in der 24. Minute einen Dreier zum 58:42. Auch der Kanadier Aher Uguak zeigte, dass Distanzwürfe zu seinem Repertoire gehören, stellte auf 63:44 (26.).

Nach dem Spiel wurde es emotional! Ziegenhagen: "Ich bin so unheimlich stolz und total überrascht von dieser Ehrung"

Die Vorentscheidung? Nicht ganz. Mit einem 15:0-Lauf kam Bayreuth im Schlussviertel bis auf fünf Zähler (79:74) heran. Dann jagte Velicka, mit 21 Punkten der Top-Scorer, einen weiteren Dreier durch die Reuse. Jetzt war der Bann der Oberfranken endgültig gebrochen.

Nach Spielende wurde es in der rappenvollen Messe Chemnitz richtig emotional. Die Trikots mit den Nummern 3 und 4, die nicht wieder vergeben werden, wurden unter das Hallendach gezogen. Sie trugen die beiden langjährigen Niners-Korbjäger und Publikumslieblinge Malte Ziegenhagen und Virgil Matthews.

"Ich bin so unheimlich stolz und total überrascht von dieser Ehrung", sagte der jahrelange Kapitän Ziegenhagen, der seine Karriere im Sommer dieses Jahres beendet hatte. Der US-Amerikaner Matthews verließ vor zwei Jahren als Aktiver das Parkett und wechselte in den Trainerstab von Headcoach Pastore.

Titelfoto: IMAGO / Alexander Trienitz

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