255 Treffer in neun Runden kassiert! So übel sieht Boxer nach Niederlage aus

Las Vegas (USA) - Es sollte für Erickson Lubin (26) der entscheidende Schritt auf dem Weg zu einem Titelkampf gegen WBC-Weltmeister Jermell Charlo (31) werden, doch stattdessen landete der Boxer aus Lafayette im Krankenhaus.

Erickson Lubin (26) gehört zu den besten Boxern der Welt. Wirklich geholfen hat ihm dies gegen Sebastian Fundora (24) aber nicht.
Erickson Lubin (26) gehört zu den besten Boxern der Welt. Wirklich geholfen hat ihm dies gegen Sebastian Fundora (24) aber nicht.  © Screenshot/Instagram Erickson Lubin

Stolze 255 Treffer musste er in der Nacht zum Sonntag bis zu dem Moment einstecken, in dem sein Coach nach der neunten Runde genug gesehen und das Handtuch geworfen hatte. Das Gros waren schwere Hände seines Gegners, Sebastian Fundora (24), der ein extremes Pensum an den Tag gelegt und ihn mit 706 Schlägen eingedeckt hatte.

Bilder der verheerenden Folgen lassen einen auch am Tag nach dem Kampf erschaudern: Lubins Gesicht war unmittelbar nach dem Ende des Duells extrem geschwollen und aufgrund der zahlreichen Schlageinwirkungen geradezu deformiert, der 26-Jährige folglich praktisch kaum wieder zu erkennen.

Zusätzlich hatte sich der Superweltergewichtler, dem das Blut in Strömen aus Mund und Nase gelaufen war, bei der in mehrerlei Hinsicht üblen Niederlage auch noch eine Schulterverletzung zugezogen, die einen Eingriff notwendig machte.

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Besonders bitter: Trotz der Treffer, die Lubin eingesteckt hatte, lag er zum Zeitpunkt der Aufgabe auf den Wertungszetteln der drei Punktrichter teils sogar vorn! Zwei werteten den Kampf mit 85 zu 84 für ihn, hinzu kam ein Unentschieden (85 zu 85).

Beide Boxer hatten sich in einem packenden, erbittert geführten Schlagabtausch bis zum Abbruch nichts geschenkt.

Erickson Lubin nach dem Kampf im Superweltergewicht gegen Sebastian Fundora

Erickson Lubin gehört zu den besten Boxern der Welt - und sieht eigentlich recht normal aus

Lubin-Trainer Kevin Cunningham warf vor der zehnten Runde nachvollziehbar das Handtuch

Lubin selbst hatte von 368 Versuchen 149 ins Ziel und Fundora in Runde sieben auf den Boden gebracht. Letztlich war der Schaden, den sein Gegenüber über die Dauer von neun Runden - samt eines Niederschlags in der zweiten Runde - angerichtet hatte, aber sicht- und spürbar zu schwer, die Entscheidung von Lubin-Trainer Kevin Cunningham (57) absolut nachvollziehbar.

Für Fundora, der nun 19 Siege (13 Knockouts) auf dem Konto hat, dürfte als Nächstes ein Duell mit Charlo auf dem Programm stehen, während sich Lubin, für den es bei 24 Siegen (17 KOs) die zweite Niederlage seiner Karriere war, zunächst vom Kampf und vor allem der notwendig gewordenen Operation erholen muss. Was danach folgt? Offen!

Titelfoto: Montage: Screenshot/Instagram Erickson Lubin, Screenshot/Twitter The War Dog

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