Box-Spektakel von Mike Tyson und Roy Jones Jr.: Was für ein Fight! So lief der Kampf ab

Los Angeles (USA) - Was für ein Duell! Mike Tyson (54) stand 15 Jahre nach seinem letzten Kampf wieder im Ring. Diesmal gegen Legende Roy Jones Junior (51). Das Fazit? Dieser Mann ist einfach nicht von dieser (Box-)Welt!

Was für ein Kampf! Roy Jones Jr. (51) und Mike Tyson (54) schenkten sich im Ring nichts.
Was für ein Kampf! Roy Jones Jr. (51) und Mike Tyson (54) schenkten sich im Ring nichts.  © Joe Scarnici/Triller/AP/dpa

Da dürften sich zahlreiche Zuschauer in längst vergangene Zeiten zurückversetzt gefühlt haben.

Tyson stand nach 15 Jahren Pause wieder im Ring, gefühlt war er fast fitter als zum Zeitpunkt seines Karriereendes 2005 bei seinem Fight gegen Kevin McBride. Gegen Jones Jr., welcher sich für seine 51 Jahre ebenfalls prächtig präsentierte, lieferte er sich eine Schlacht, die fast schon Lust machte auf mehr.

Am frühen Sonntagmorgen in Deutschland um kurz vor sechs Uhr startete das Comeback des Jahres. Über acht Runden (von je zwei Minuten) schenkten sich die beiden Maschinen rein gar nichts.

Während Jones Jr. noch im Jahr 2018 zuletzt professionell im Ring gestanden war (Sieg gegen Scott Sigmon, Anm. d. Red.), hatte er rein optisch konditionell etwas mehr zu tun als sein Gegenüber. "Iron Mike" boxte, als wäre er nie weg gewesen.

Nach acht Runden war dann Schluss.

Eine dreiköpfige Jury des Weltverbands WBC wertete den Kampf schließlich im leeren Staples Center in Los Angeles als Unentschieden. Ein angesichts der Tatsache, dass es sich um einen Show-Kampf gehandelt hat, gerechtes Urteil.

Mike Tyson landet mehr Treffer, Roy Jones Jr. besticht durch Nehmer-Qualitäten

Respekt an zwei Legenden des Box-Sports.
Respekt an zwei Legenden des Box-Sports.  © Joe Scarnici/Triller/AP/dpa

Die Box-Fans kamen beim US-Spektakel jedenfalls komplett auf ihre Kosten. Beide Kämpfer hatten nach dem Kampf nur Positives füreinander übrig.

Iron Mike zeigte sich im Anschluss an den Kampf sichtlich beeindruckt von den Nehmer-Qualitäten des 51-Jährigen: "Ich habe ein paar echt gute Treffer gelandet. Und du hast sie einfach weggesteckt. Respekt", so Tyson.

Und auch Jones Jr. war voll des Lobes, gab zu, ordentlich kassiert zu haben von einem agilen und angriffslustigen ehemaligen Box-Champ: "Die Treffer auf den Körper haben mir ganz schön zugesetzt. Die machen einen mürbe. Gehört schon was dazu, die Hiebe auszuhalten, die Mike austeilt", so Jones Jr., für den das Unentschieden auch "völlig in Ordnung" ging.

Tyson, seines Zeichens der jüngste Schwergewichtsweltmeister aller Zeiten, gab auch zu, mit einem etwas mulmigen Gefühl in den Kampf gegangen zu sein: "Ich bin glücklich, es über die acht Runden geschafft zu haben. Ich hatte schon die Sorge, dass ich verletzt könnte", so Tyson ehrlich, über einen gewissen Anflug von Nervosität.

Dennoch, die Legendde scheint Blut geleckt zu haben.

Roy Jones Jr. hat ebenfalls Lust auf mehr: "Vielleicht können wir das ja noch mal machen"

Und auch Jones Jr. ließ sogar noch ein kleines Hintertürchen offen.

Nachdem der Kampf zwischen beiden eigentlich hätte Anfang der 2000er schon stattfinden sollen, geschah es nun erst 2020. "Vielleicht können wir das ja noch mal machen", zeigte sich auch Jones angestachelt für mehr.

Die Einnahmen des Kampfes in Höhe von zehn Millionen Dollar werden gespendet. Zwei harte Hunde mit Herz.

Titelfoto: Montage: Joe Scarnici/Triller/AP/dpa

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