Der Sport muss ins Kanzleramt: NRW-Landessportbund macht Druck!

Aachen - Der Sport soll nach einer Forderung von Nordrhein-Westfalens Landessportbund-Chef Stefan Klett (54) in der nächsten Bundesregierung eine höhere Priorität erhalten.

27 Millionen Menschen sind in etwa 90.000 Sportvereinen in Deutschland organisiert.
27 Millionen Menschen sind in etwa 90.000 Sportvereinen in Deutschland organisiert.  © Bernd Thissen/dpa

Dazu müsse ein Staatsminister oder eine Staatsministerin im Bundeskanzleramt oder beim Kanzleramtsminister installiert werden, sagte der 54-Jährige am Donnerstag am Rande des Kongresses "#Neuland" in Aachen.

Klett verwies darauf, dass 27 Millionen Menschen in etwa 90.000 Sportvereinen in Deutschland organisiert sind. In der Bundesregierung kümmert sich derzeit das Innenministerium auf Staatssekretär-Ebene.

Klett nannte das Modell in Nordrhein-Westfalen, wo der Sport bei Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) angesiedelt ist. "Das ist eine Blaupause für Berlin, damit der Sport eine andere Bedeutung bekommt", meinte der LSB-Präsident.

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Laschet ist für die Bundestagswahl am 26. September auch Kanzlerkandidat der CDU/CSU.

"Der Sport muss wieder stärkeres politisches Gewicht bekommen"

NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU).
NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU).  © Bernd Weissbrod/dpa

"Der Sport muss wieder stärkeres politisches Gewicht bekommen", appellierte er indirekt auch an die kommende Führung des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Der DOSB wählt im Dezember den Nachfolger des umstrittenen Präsidenten Alfons Hörmann (61).

Klett erhofft sich durch eine stärkere Priorisierung des Sports auch einen Schub für eine Olympia-Bewerbung Deutschlands.

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Zuletzt hatte es unter Führung von Michael Mronz (54) eine Initiative für Olympische und Paralympische Spiele 2032 an Rhein und Ruhr gegeben. Der DOSB hatte zurückhaltend reagiert. Das Internationale Olympische Komitee vergab die Spiele in elf Jahren an das australische Brisbane.

Seine Erfahrung sei nach zahlreichen Gesprächen mit dem IOC: "Die internationale Sportwelt erwartet geradezu eine deutsche Bewerbung", sagte Mronz auf dem Kongress.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa, Bernd Weissbrod/dpa

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