Eigene Kämpfe zu langweilig? UFC-Chef White schaut lieber Boxen

New York (USA) - Erwischt! UFC-Boss Dana White (52) saß bei seinem MMA-Event am Wochenende wie immer im Publikum, um die Kämpfe aus der ersten Reihe zu bestaunen - doch anscheinend wäre der Unternehmer lieber in Las Vegas gewesen.

Dana White (52) ist gegenwärtig der Präsident der Ultimate Fighting Championship, einer Mixed-Martial-Arts-Organisation aus den USA.
Dana White (52) ist gegenwärtig der Präsident der Ultimate Fighting Championship, einer Mixed-Martial-Arts-Organisation aus den USA.  © Antonio Lacerda/EPA/dpa

Denn dort trat am Samstagabend (Ortszeit) Saul "Canelo" Alvarez (31) gegen Caleb Plant (29) im Supermittelgewicht in einem Vereinigungskampf um die Titel der WBC, WBA, IBF und WBO an.

White hingegen zog es zwar berufsbedingt in den Madison Square Garden nach Manhattan, doch während seine Angestellten sich im Oktagon um Gage und Leibeswohl bekämpften, schaute der 52-Jährige lieber auf die Bildschirme vor sich, die den Titelkampf des mexikanischen Box-Stars zeigten.

Ein Foto, das dann auf Twitter die Runde machte, hielt die Szene während des Kampfes zwischen Rose Namajunas (29) und Weili Zhang (32) fest.

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Dabei hätte ihn sicherlich auch der Auftritt der US-amerikanischen Championesse im Strohgewicht unterhalten. Die 29-Jährige verteidigte in der zweiten Auflage des Kampfes gegen die chinesische Herausforderin ihren Titel nach fünf intensiven Runden im Käfig.

Generell war UFC 268 eine mitreißende Veranstaltung. Zum Auftakt der Main Card lieferten sich Justin Gaethje (32) und Michael Chandler (35) eine wahre Schlacht und auch die Hauptattraktion zwischen Kamaru Usman (34) und Colby Covington (33) hatte es in sich.

Die beiden polarisierenden MMA-Virtuosen gingen in ihrem zweiten Kampf über die volle Distanz, am Ende setzte sich Titelverteidiger Usman knapp nach Punkten durch und durfte seinen Gürtel im Weltergewicht behalten.

White hatte jedoch eine Ausrede für seine geteilte Aufmerksamkeit: Laut eigenen Angaben setzte der UFC-Präsident 100.000 Dollar (rund 86.000 Euro) auf einen Knockout-Sieg von Canelo.

Dana White schaut Saul "Canelo" Alvarez vs. Caleb Plant auf einem Bildschirm am Ring

UFC-Boss Dana White setzte 100.000 Dollar auf Canelo Alvarez

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Das wertvolle Stück Papier bringt dem risikofreudigen UFC-Veranstalter eine Menge Kohle.  © Screenshot/Twitter/ArashMarkazi

Mit seinem teuren Tipp lag der Geschäftsmann goldrichtig. Alvarez demonstrierte zum wiederholten Male seine außergewöhnliche Klasse und knockte Plant in der elften Runde aus, nachdem dem Amerikaner hinten raus die Körner ausgingen.

Nach einem guten Start des IBF-Champs drehte Canelo auf, holte sich seinen vierten Titel im Super-Mittelgewicht und unterstrich einmal mehr seinen Ruf als bester Boxer der Welt.

Ganz zur Freude des UFC-Chefs. White gewann mit seinem Wettschein 41.666 Dollar (knapp 36.000 Euro). "Nur deshalb habe ich den Kampf geschaut", verriet der Zocker anschließend.

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Auf die Frage, ob der finanzstarke Sportfan auch für das Pay-per-View-Event bezahlt hat, meinte er nur verschmitzt: "Ähm, selbstverständlich."

An den 80 Dollar (70 Euro) sollte es eigentlich nicht scheitern: Das Vermögen des Glatzkopfes wird auf 450 Millionen Euro geschätzt.

Titelfoto: Antonio Lacerda/EPA/dpa

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