Riesen-Zoff nach Titelkampf: UFC-Champion äußert schlimmen Verdacht!

Anaheim (Kalifornien, USA) - Die Schlammschlacht zwischen Schwergewichts-Champion Francis Ngannou (35) und der UFC scheint sich weiter zu verschärfen. Nach seiner Titelverteidigung äußerte der MMA-Kämpfer einen schlimmen Verdacht.

Frustrierter Champion: Francis Ngannou (35, M.) ist nicht zufrieden mit den Vertragsangeboten der UFC.
Frustrierter Champion: Francis Ngannou (35, M.) ist nicht zufrieden mit den Vertragsangeboten der UFC.  © John Raoux/AP/dpa

Am Samstagabend gewann der Kameruner bei UFC 270 mit einem Punktsieg gegen Cyril Gane (31) und krönte sich damit zum alleinigen Champion seiner Gewichtsklasse.

Allerdings endete mit dem Kampf eigentlich auch sein Vertrag bei der größten MMA-Organisation der Welt. Schon seit Monaten befindet sich der 35-Jährige in zähen Verhandlungen mit UFC-Chef Dana White (52) und lehnte bereits ein Angebot über sieben Millionen Dollar (umgerechnet rund 6,2 Millionen Euro) ab.

Der Geschäftsmann soll gar nicht begeistert vom Zögern seines Kämpfers sein und stürmte nach dem Mega-Event zur Überraschung vieler wortlos aus der Halle. Weder überreichte White - wie sonst üblich - den begehrten Gürtel persönlich noch nahm er an der anschließenden Pressekonferenz teil.

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In der YouTube-Show "MMA Hour" hat Ngannou nun verraten, dass sein Manager Marquel Martin (34) schon im Vorfeld des Titelkampfes rassistisch beleidigt wurde.

Wie der Agent auf Instagram selbst teilte, beschimpfte ihn ein Nutzer als "dummes schwarzes Miststück". Die Telefonnummer des Übeltäters stammt aus Las Vegas, wo sich auch der Hauptsitz der UFC befindet.

Der Champion glaubt, dass das kein Zufall sei: "Jemand scheint da richtig angepisst zu sein. Ich werde nicht sagen, wer das war, weil ich dafür noch keinen Beweis habe."

Manager Marquel Martin berichtete auf Instagram von rassistischen Nachrichten

Francis Ngannou bei "MMA Hour" auf YouTube

Francis Ngannou und die UFC liegen im Clinch

UFC-Boss Dana White (52) ist als knallharter Verhandlungspartner bekannt. Wie weit gehen seine Einschüchterungsversuche?
UFC-Boss Dana White (52) ist als knallharter Verhandlungspartner bekannt. Wie weit gehen seine Einschüchterungsversuche?  © Shawn Thew/EPA/dpa

Auf Twitter spekulierten MMA-Fans anschließend, dass Dana White persönlich hinter der ekelhaften Nachricht stecken könnte oder die Attacke zumindest in Auftrag gegeben hätte.

Belegen lassen sich die Anschuldigungen allerdings nicht. Ebenso ist unklar, wen genau der Kämpfer selbst im Verdacht hat.

Schon vor dem Pay-per-View-Event setzten die Veranstalter jedoch unlautere Mittel ein. So wurden Ngannous PR-Termine in dessen Trainingszeiten gelegt und Gegner Gane in den sozialen Medien bereits als Champion betitelt.

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Außerdem habe die UFC dem Team des Schwergewichts eine Geldstrafe auferlegt, da sein Manager mit Boxer und Youtuber Jake Paul (25) verhandelt haben soll, wie Ngannou in "MMA Hour" erklärte.

Es ist kein Geheimnis, dass der Power-Puncher in seinem nächsten Vertrag eine Klausel unterbringen möchte, die es ihm erlaubt, Boxkämpfe zu bestreiten. "Ich wollte schon immer Boxer werden. Nur weil ich gerade MMA mache, heißt es nicht, dass ich nicht mehr boxen werde", meinte er gegenüber Sport Bild.

Mit dem Sieg vom Wochenende hat der Weltmeister nun Anspruch auf drei weitere Kämpfe. Er wäre jedoch der erste amtierende Champion in der Geschichte der UFC, der sein Arbeitspapier nicht verlängert.

Titelfoto: Bildmontage: Shawn Thew/epa/dpa, John Raoux/AP/dpa

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