Unheimliche Todesserie im Hammerwerfen: Drei Top-Athleten sterben kurz nacheinander

Russland - Bei der ehemaligen sowjetischen Hammerwurf-Elite kam es zu einer tragischen Folge von Todesfällen. In wenigen Wochen verloren gleich drei frühere Star-Sportler ihr Leben.

Die drei russischen Leichtathleten waren Virtuosen am Wurfgerät, nun starben sie innerhalb kürzester Zeit. (Symbolbild)
Die drei russischen Leichtathleten waren Virtuosen am Wurfgerät, nun starben sie innerhalb kürzester Zeit. (Symbolbild)  © 123rf/cetkauskas

Am Montag verstarb Igor Jurjewitsch Nikulin (†61) und setzte damit eine rätselhafte Chronologie der Geschehnisse fort.

Bereits am 14. und 22. September waren seine früheren Teamkollegen Jurij Heorhijowytsch Sjedych (†66) und Jüri Tamm (†64) ums Leben gekommen.

Das Trio gehörte in den 1980er- und 90er-Jahren zur absoluten Weltspitze in der Wurfdisziplin und sammelte zahlreiche Medaillen.

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Nikulin holte neben Bronze bei den Olympischen Spielen 1992 auch einmal Silber bei der Europameisterschaft. Sein Kollege Tamm erreichte den dritten Rang beim traditionsreichen Olympia-Turnier sogar zweimal, dazu ergatterte er auch WM-Silber. Nach dem Zerfall der UdSSR trat er auch noch für Estland an.

Nach seiner aktiven Laufbahn ging er 1998 in die Politik und wurde Abgeordneter der Sozialdemokratischen Partei. 1999 und 2003 wurde er ins estnische Parlament gewählt.

Die Sportler-Organisation "World Atheltics" gedenkt der verstorbenen Ex-Athleten auf Twitter

Ehemalige Top-Athleten wurden alle älter als 60 Jahre

Sjedych, der dritte Top-Athlet im Bunde, galt gemeinhin als der beste Hammerwerfer der Geschichte. 1976 in Montreal (Kanada) und 1980 in Moskau sicherte er sich die Goldmedaille, außerdem gewann er einmal die Weltmeisterschaft, sowie dreimal die Europameisterschaft.

1980 stahl Sjedych seinem Kontrahenten Tamm sogar den Hammerwurf-Weltrekord, den der estnische Kraftprotz kurz zuvor aufgestellt hatte. Tamm schleuderte das Gerät 80,46 Meter weit, noch am selben Tag erhöhte Sjedych auf 80,64 Meter.

Alle drei Wurf-Spezialisten vergangener Tage wurden über 60 Jahre alt. Sjedych und Tamm erlagen einem Herzinfarkt, über die Todesursache von Nikulin gibt es noch keine Informationen.

Titelfoto: 123rf/cetkauskas

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