Bis zu 300.000 Euro Verlust! DSC kämpft darum, wirtschaftlichen Verlust so gering wie möglich zu halten

Dresden - Nachdem bereits mit der Kanadierin Brie King und US-Girl Kadie Rolfzen die Verträge aufgelöst worden waren, hat sich der DSC jetzt von weiteren ausländischen Spielerinnen verabschiedet.

DSC-Vorstandsboss Jörg Dittrich muss jetzt die Krise managen.
DSC-Vorstandsboss Jörg Dittrich muss jetzt die Krise managen.  © Lutz Hentschel

Am Wochenende waren das Lucija Mlinar (Kroatien) und Piia Korhonen (Finnland), am Montagabend Milica Kubura (Serbien). Nikola Radosova (Slowakei) und Laura de Zwart (Niederlande) werden folgen.

"Die Gespräche mit den Spielerinnen und ihren Beratern liefen sehr respektvoll ab. Wir sind uns entgegengekommen. Beide Seiten haben finanzielle Abstriche gemacht, nachdem die Bundesligasaison wegen des Coronavirus vorzeitig abgebrochen wurde", sagt DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. Nicht aufgelöst wurde der Vertrag mit der Serbin Ivana Mrdak, die wegen ihrer Thrombose in der Schulter in Dresden in Behandlung ist.

Vorstands-Chef Jörg Dittrich beziffert die Einnahmeverluste durch den vorzeitigen Saisonabbruch auf "15 bis 20 Prozent unseres Etats. Das sind bis zu 300.000 Euro".

Es entfallen nicht nur die Zuschauereinnahmen aus Heimspielen, sondern auch die Sponsorengelder aus der Spieltagspräsentation. Dagegen laufen bei den Ausgaben auch die Fixkosten wie Versicherung, Catering, Wohnungen und Dienstautos für die Spielerinnen weiter.

Hier ist der DSC ebenfalls in vielen Gesprächen, um den wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten. Die noch unter Vertrag stehenden deutschen Spielerinnen sollen in Kurzarbeit gehen. Sie erhalten Trainingspläne mit individuellen Athletikprogrammen. Emma Cyris (Halle) und Lena Stigrot (Bad Tölz) absolvieren das Training in ihren Heimatorten.

Dass der DSC die weiteren Spiele im Challenge Cup (Halbfinale gegen THY Istanbul) bestreiten wird, ist eher unwahrscheinlich. Der europäische Verband CEV hat alle Wettbewerbe bis zum 3. April ausgesetzt. Zudem hat die Türkei ein Einreiseverbot bis zum 17. April erlassen.

Am morgigen Mittwoch haben sich die großen sächsischen Vereine aus den Sportarten Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey zu einer Telefonkonferenz verabredet. "Dabei geht es um einen Gedankenaustausch. Wie helfen die Kommunen, wie können wir einheitlich verfahren, welche Forderungen stellen wir an Land, Bund und Verbände", erklärt Jörg Dittrich.

Lucija Mlinar, Brie King und Milica Kubura (v.l.) mussten sich leider vom DSC verabschieden.
Lucija Mlinar, Brie King und Milica Kubura (v.l.) mussten sich leider vom DSC verabschieden.  © Lutz Hentschel

Mehr zum Thema DSC Damen Volleyball:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0