Bis zu 400.000 Euro Miese? Beim Dresdner SC geht die Existenzangst um

Dresden - Pokalsieger DSC ist nicht nur sportlich gut durch die vergangene Saison gekommen. Trotz Corona, trotz vorzeitigem Abbruch. "Weil wir ein Spitzen-Management haben. Weil wir in Kurzarbeit gegangen sind. Weil unsere Sponsoren kein Geld zurückhaben wollten", sagt Vorstands-Chef Jörg Dittrich (51). Und betont: "Diese Saison sind die Unsicherheiten wesentlich größer."

Vorstands-Chef Jörg Dittrich (51).
Vorstands-Chef Jörg Dittrich (51).  © Steffen Füssel

Durch Corona-Tests und Hygienemaßnahmen entstehen Zusatzkosten, auf der anderen Seite gibt es aktuell keine Zuschauereinnahmen.

Der DSC musste ein Darlehen des Freistaates Sachsen in "unterer sechsstelliger Höhe" in Anspruch nehmen, vom Bund gab es einen Zuschuss "im höheren fünfstelligen Bereich", wobei dieses Geld noch nicht geflossen ist. Noch nicht so recht klar ist, ob und wie es mit Rückzahlungen aussieht.

"Wir haben mal eine Hochrechnung für diese Saison gemacht. Wir werden sie wohl mit einem Minus zwischen 200.000 und 400.000 Euro abschließen, was von den verschiedensten Faktoren wie Saisonverlauf und Zuschauern abhängt", sagt Jörg Dittrich.

Und unterstreicht: "Das ist existenzgefährdend."

Neues gibt es in Sachen Europacup: Laut Plan müssten der DSC und der SC Potsdam kommende Woche am 8./9. Dezember zum Vierer-Turnier (Achtel- und Viertelfinale) in Istanbul antreten.

DSC hat Antrag an den CEV wegen des Europacups gestellt

Siege gegen Aachen und Erfurt. Die Volleyballerinen waren zuletzt wieder auf Kurs.
Siege gegen Aachen und Erfurt. Die Volleyballerinen waren zuletzt wieder auf Kurs.  © Lutz Hentschel

Aufgrund der äußerst angespannten Corona-Situation in der Türkei haben DSC und SCP gemeinsam beim europäischen Verband CEV den Antrag gestellt, das Turnier ins kommende Jahr (Februar?) zu verlegen. "Wir hoffen stündlich auf eine positive Antwort", sagt Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. Ein Europacup-Verzicht durch den DSC würde eine Sperre und/oder eine Geldstrafe nach sich ziehen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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