Bitter! DSC gibt 2:0-Führung gegen Stuttgart doch noch aus der Hand

Stuttgart - Was für eine Schlacht! Der Dresdner SC hatte im zweiten Duell der Finalserie (best of five) um die Deutsche Meisterschaft Allianz MTV Stuttgart schon am Boden und trotzdem verlieren sie nach dem Tiebreak 2:3 (25:23, 25:23, 24:26, 21:25, 13:15).

Marja Storck (l.) ist bedient. Lena Stigrot muss von Emma Cyris getröstet werden. Der DSC schnupperte am ersten Sieg in der Finalserie und verlor dann doch noch.
Marja Storck (l.) ist bedient. Lena Stigrot muss von Emma Cyris getröstet werden. Der DSC schnupperte am ersten Sieg in der Finalserie und verlor dann doch noch.  © Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

"Dass wir dies noch gedreht haben, ist eigentlich ein kleines Wunder", räumte die Sportliche Leiterin der Schwäbinnen, Kim Renkema, nach der Partie ein.

"Wir wussten, dass es Dresden viel besser kann als im ersten Spiel am Sonnabend." Dies verlor das Waibl-Team mit 0:3. Mit entsprechend viel Wut im Bauch reisten die Schmetterlinge nach Stuttgart. Und sie begannen furios.

Maja Storck sorgte für die ersten Punkte - erst mit dem Block, später schlug sie zur 2:1-Führung den der Stuttgarterinnen an. Auch Camilla Weitzel war in Fahrt im Angriff und Block.

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Die DSC-Schmetterlinge zogen nach einem 4:5-Rückstand davon - 9:6, 15:13. Selbst als sie 21:22 zurücklagen, behielten Storck & Co. die Nerven und gewannen 25:23.

Die Statistik des ersten Satzes war überragend: Die Schweizerin hatte eine Angriffs-Quote von 72 Prozent, Kapitän Lena Stigrot 55 Prozent. Wow!

Dresdner SC muss nach 2:0 ins Tiebreak und verliert am Ende in Sätzen mit 2:3

Lena Stigrot (r.) und die restlichen Schmetterlinge spielten klasse, aber auf der anderen Seite holte allein Krystal Rivers für Stuttgart 36 Punkte und drehte damit das Spiel.
Lena Stigrot (r.) und die restlichen Schmetterlinge spielten klasse, aber auf der anderen Seite holte allein Krystal Rivers für Stuttgart 36 Punkte und drehte damit das Spiel.  © Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Im zweiten Durchgang machten sie so weiter. Stuttgart wirkte geschockt, es lief wenig bei ihnen zusammen - dazu der starke Dresdner Block und die Hammer-Feldabwehr, sowie gefährlich schnelle Hinterfeld-Angriffe. Der Lohn - 25:23.

Der dritte Satz schien früh an die Hausherren zu gehen, Dresden lag rasch 3:9 zurück. Doch nach einer Auszeit drehte das Waibl-Team auf und den Satz - 10:9.

Auf höchstem Niveau ging's hin und her. Storck legte zum 23:23 hinter den Block der Gastgeber, aber auf der Gegenseite hatte jetzt Krystal Rivers Betriebstemperatur. Sie rettet den Durchgang für ihr Team (26:24) und der DSC vergab den Sieg.

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Da der vierte Durchgang auch an die Stuttgarterinnen ging, musste der Tiebreak her. Und irgendwie blieb das Momentum aufseiten der Hausherrinnen mit einer Weltklasse spielenden Rivers: Die Amerikanerin schmetterte folgerichtig den Matchball zum 15:13 ins Dresdner Feld.

Titelfoto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

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