Dresdner SC: Lungenentzündung auskuriert, Mareen von Römer ist zurück

Dresden - Das ist verrückt! Am 14. Januar hatte der DSC mitgeteilt, dass "Kapitänin Mareen von Römer auch weiterhin krankheitsbedingt ausfällt und nicht davon auszugehen ist, dass sie in der laufenden Saison wieder in den Spielalltag zurückkehren wird". Im Umfeld wurde sogar gemunkelt, dass die Karriere der 32-Jährigen, deren Vertrag am Saisonende ausläuft, damit wohl beendet sei. Doch jetzt ist Mareen wieder am Ball. Und wie!

Nach auskurierter Lungenentzündung ist Kapitänin Mareen von Römer zurück.
Nach auskurierter Lungenentzündung ist Kapitänin Mareen von Römer zurück.  © Lutz Hentschel

Rückblick: In den ersten beiden Bundesliga-Partien Anfang Oktober 2019 stand Mareen noch auf dem Feld. "Aber ich war da schon wegen einer Erkältung nicht richtig fit", erzählt die Zuspielerin. Wenig später folgte die Diagnose: Lungenentzündung!

Im November versuchte von Römer einen Neustart, aber der ging nicht gut aus. Ein Rückschlag riss die 32-Jährige noch mehr runter.

"Ich hatte auf meinen Körper keinen Zugriff. Das war totales Neuland für mich. Ich lag viel auf der Couch, nach einem einstündigen Spaziergang war ich k.o."

Erst in der zweiten Januarhälfte stieg Mareen wieder ein, arbeitete vier Wochen mit dem DSC-Athletiktrainer.

"Drei Tage vor dem Pokalfinale am 16. Februar kam dann der Anruf von Alex Waibl. Da Ivana Mrdak ausfiel, war ein Platz frei und er fragte mich, ob ich mir vorstellen kann, als Ersatz-Libera dabei zu sein.

Da ging mir viel durch den Kopf. Es war eine Mischung aus Freude, dass es nicht meine Position ist, ich eigentlich körperlich noch nicht soweit bin. Aber letztlich war das egal, ich gehörte zum Team."

Großer Anteil an Einzug in Europacup-Halbfinale

Der DSC jubelt nach dem Triumph im Pokalfinale - rechts Mareen von Römer. 
Der DSC jubelt nach dem Triumph im Pokalfinale - rechts Mareen von Römer.  © Lutz Hentschel

Nur gut: Mareen musste nicht als Libera aufs Feld, aber der Jubel nach dem Pokalsieg über Stuttgart war riesig: "Das war brutal emotional. Ich bin sehr, sehr stolz auf die jungen Mädels, wie sie das gerockt haben."

Anfang März konnte von Römer auch mächtig stolz auf sich sein: Sie hatte einen großen Anteil daran, dass der DSC ins Europacup-Halbfinale einzog und in der Bundesliga 3:1 in Straubing gewann.

Hier wurde sie sogar als wertvollste Spielerin ausgezeichnet. "Mein Fitness-Stand ist noch nicht traumhaft, ich springe im Moment nicht so hoch wie früher. Aber wenn ich aufs Feld gehe, dann gebe ich alles. Ich haue raus, was geht."

Was ihre Mannschaft betrifft, sagt die Kapitänin: "Ich glaube, für uns geht noch einiges in dieser Saison. Mein Traum ist das Doppel aus DVV-Pokal und Challenge Cup." 

Ohne Zuschauer gegen VCW?

Am Samstag steht der letzte Spieltag der Bundesliga-Hauptrunde an, laut dem der DSC den VC Wiesbaden empfängt. Der DSC teilte mit: "Auch wir sind von den diskutierten Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus betroffen. Die Entwicklung der letzten Tage und die Entscheidung der Landesregierung werden wohl dazu führen, dass das Heimspiel zwar stattfinden kann, jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit." Die endgültige Entscheidung soll am Donnerstag fallen. 

Zuspielerin Mareen blieb krankheitsbedingt nur die Zuschauerrolle. Bei den Heimspielen saß sie meist neben Chefcoach Alex Waibl.
Zuspielerin Mareen blieb krankheitsbedingt nur die Zuschauerrolle. Bei den Heimspielen saß sie meist neben Chefcoach Alex Waibl.  © Lutz Hentschel

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