DSC: Waibl ist Überlebenskampf gewohnt und plant trotz Corona-Krise die nächste Saison!

Dresden - Der Chefcoach des Dresdner SC, Alex Waibl redet nicht um den heißen Brei herum. Er ist genervt. 

DSC-Chefcoach Alex Waibl im Gespräch mit Ivana Mrdak, die zur Behandlung ihrer Thrombose in der Schulter als einzige ausländische Spielerin in Dresden verblieben ist. Ihr Zustand ist besser geworden. (Archivfoto)
DSC-Chefcoach Alex Waibl im Gespräch mit Ivana Mrdak, die zur Behandlung ihrer Thrombose in der Schulter als einzige ausländische Spielerin in Dresden verblieben ist. Ihr Zustand ist besser geworden. (Archivfoto)  © Lutz Hentschel

"Ich bewege mich mit zwei kleinen Kindern im Bereich der jungen Familie und sehe die Schwierigkeit der Abgrenzung. Mein vierjähriger Sohn Mika kann nur mit seinem Freund spielen, wenn er auf der einen und der andere auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist. Jeder hat für sich seinen Traktor oder sein Auto. Das ist schwierig."

Dabei sieht Waibl diese komplizierte Situation in Zeiten der Corona-Krise nicht nur als Vater: "Das verkraften die Menschen, die Wirtschaft, die Gesellschaft nicht auf ewig. Da geht auch viel kaputt."

Der DSC-Chefcoach sitzt derzeit daheim, wertet die jäh beendete Saison mit dem sensationellen Pokalsieg aus, schaut aber vor allem nach vorn und plant, so gut es geht.

Auf europäischer Bühne haben sich die Dresdner Schmetterlinge ins Halbfinale des Challenge Cups gekämpft, die Spiele gegen THY Istanbul wurden allerdings ausgesetzt. 

"Ich denke, wir hätten die Chance gehabt, den Cup zu gewinnen. Anfang Mai soll entschieden werden, ob noch weitergespielt wird. Aber ich gehe davon aus, dass das nicht passiert", sagt Waibl.

Alex Waibl: Im Volleyball "mehr Menschlichkeit als im Fußball"!

Alex Waibl plant bereits die neue Saison.
Alex Waibl plant bereits die neue Saison.  © Lutz Hentschel

Der Trainer macht sich Gedanken: "Was bringt die Zukunft? Irgendwann muss wieder Normalität einziehen, dazu gehören auch Sportveranstaltungen. Aber mit Zuschauern oder ohne? Wie wird es finanziell aussehen? Wann kann die Saison beginnen und wie läuft sie ab?"

Trotz aller Sorgen powert Waibl: "Im Volleyball sind wir es gewohnt, ums Überleben zu kämpfen. Bei uns herrscht mehr Menschlichkeit als im Fußball, wo riesige Summen im Spiel sind. Wir schaffen das, kommen als Verein mit unseren Partnern und Fans durch die Krise."

Mit dieser Zuversicht treibt der DSC auch seine Kaderplanung für die kommende Saison voran. 

"Begonnen haben wir damit schon vor der Corona-Krise. Wir haben die Gespräche auch jetzt nicht auf Eis gelegt. Wir gehen optimistisch an unsere Aufgaben. Das ist wichtig in dieser schwierigen Zeit." 

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Titelfoto: Lutz Hentschel

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