DSC-Hammer: Mareen von Römer beendet Karriere

Dresden - Elf Jahre war Mareen von Römer alt, als sie beim DSC anfing Volleyball zu spielen. Ihr Traum lautete damals "auf dem orangenen Spielfeld in der Margon Arena zu stehen, das schwarz-rote Trikot zu tragen" und für ihren Verein zu spielen. 22 Jahre später beendet sie als Gesicht der Schmetterlinge nach zwei Meisterschaften, drei Pokalsiegen und einem Triumph im Challenge Cup mit dem Club hier ihre Karriere ...

Mareen von Römer hört auf.
Mareen von Römer hört auf.  © Lutz Hentschel

"Mir geht es gut mit der Entscheidung", sagt die Zuspielern. Auch wenn ihr "einige reinreden wollten", sie hat sich aber nicht abbringen lassen und den nötigen "Mut" gehabt. Es sei eine "reine Entscheidung des Herzens" gewesen, die "anfangs weh tat, aber jetzt nicht mehr so sehr". 

Sie reifte über Monate. Angefangen mit der Diagnose Lungenentzündung im Herbst 2019, als Mareen daheim "rumgelegen hat". DSC-Vorstands-Chef Jörg Dittrich meinte am Montag: "Feiern kann man dies nicht so richtig. Mareen ist Teil der DSC-Erfolgsgeschichte. Es ist ein Teil ihres Lebensweges."

Dem Verein ist die besondere Rolle seiner Nummer zwei bewusst. Den DSC-Slogan "Meine Stadt, mein Verein, mein Stolz" lebte die 33-Jährige wie kaum eine andere. Wichtige Sponsoren-Termine ohne sie - undenkbar. 

Deshalb verriet Coach Alex Waibl: "Ich kenne die Rückennummern der Spielerinnen für die kommende Saison, die zwei ist nicht dabei." Heißt, vorerst will der Pokalsieger diese Nummer nicht vergeben. Allerdings habe er nur 18 zur Verfügung und deshalb können "wir sie nicht für immer sperren".

Mareen will in die Eventbranche

Die 33-Jährige will nicht als Trainerin arbeiten.
Die 33-Jährige will nicht als Trainerin arbeiten.  © Lutz Hentschel

Waibl: "Ich bin jetzt elf Jahre hier, neun Jahre davon war Mareen meine erste Zuspielerin." Die zwei fehlenden Jahre stellte sie erfolgreich beim RC Cannes und für Azeryol Baku die Pässe. "Das erste Mal wahrgenommen habe ich sie während einer Fortbildung beim VC Olympia Berlin in der Saison 2004/05. Schon damals habe ich gedacht, mit ihr will ich mal gern zusammenarbeiten. Was Mareen ausmachte, war ihr unglaublicher Wille und das unfassbare Ballgefühl fürs Zuspiel."

Seine Nummer eins im Zuspiel schwärmte auch noch von ihrem jetzigen Ex-Coach: "Ich danke ihm für seine Geduld und jede kleinste Korrektur bis zum letzten Training. Wo er immer noch etwas gefunden hat und einen verbessern konnte." Nachdem von Römer ihrer potenziellen Nachfolgerin Sarah Straube (18) bei den ersten Gehversuchen im Profi-Geschäft geholfen hat, macht sie nun Platz auf dem Feld.

An den Spielfeldrand kehrt Mareen nur als "neuer Fan" zurück. Eine Trainerkarriere schloss sie aus: "Mein Wunsch war es, in die Hochzeits- und Eventbranche zu gehen." Aber durch die Corona-Krise hat dieser Zweig "gelitten" und die Entscheidung über "die Zukunft ist vertagt".

Titelfoto: Lut Hentschel

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