DSC-Kapitänin Jennifer Janiska unterliegt mit Deutschland ganz knapp zum WM-Abschluss

Lodz/Dresden - Sie haben noch einmal ihr ganzes Herz auf den Court gebracht, doch leider hat es für die deutschen Volleyball-Frauen bei der WM nicht zu einem vierten Sieg gereicht. Das Team von Bundestrainer Vital Heynen unterlag im letzten Match der Zwischenrunde Polen ganz knapp mit 2:3 (24:26, 25:20, 18:25, 28:26, 10:15).

Die Kulisse in der Atlas Arena in Lodz war beeindruckend. Fünf Sätze lang ließen sich die Deutschen davon nicht aus der Ruhe bringen.
Die Kulisse in der Atlas Arena in Lodz war beeindruckend. Fünf Sätze lang ließen sich die Deutschen davon nicht aus der Ruhe bringen.  © Volleyballworld

Die Begegnung hatte für das Team um DSC-Kapitän Jennifer Janiska keine Bedeutung mehr für das Turnier, es war einen Tag zuvor bereits ausgeschieden.

In das Spiel startete Deutschland mit der gleichen Startformation wie am Tag zuvor bei der 1:3-Niederlage gegen die Dominikanische Republik.

In Polen ist Volleyball Volkssport, demzufolge herrschte in der Atlas Arena in Lodz ohrenbetäubender Lärm. Die Fans sangen, zählten die Spielzüge der Gastgeberinnen mit, pfiffen bei den Aufschlägen des DVV-Teams aber auch gnadenlos.

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Nach einem 12:16-Rückstand kämpften sich die Deutschen ran, führten sogar mit 21:19 und hatten beim 24:23 den ersten Satzball. Den wehrten die Polinnen ab und zwei Angriffsfehler von Hanna Orthmann und Marie Schölzel bedeuteten das 24:26 und damit den 0:1-Satzrückstand.

Schlecht war das Spiel der Mannschaft aber keineswegs. Die Frauen agierten mutig, mit viel Power und einer stabilen Annahme. Lediglich im Aufschlag unterliefen zwischenzeitlich zu viele Fehler und in der Endphase eben auch im Angriff.

Der zweite Satz begann mit einem 1:5-Rückstand alles andere als gut, aber Deutschland packte das Kämpferherz mal wieder aus und lag beim 8:7 bereits in Führung.

DSC-Kapitän Jennifer Janiska führt Deutschland in den Tiebreak, aber dort hat Polen die Oberhand

Jennifer Janiska konnte im vierten Satz ihr Team in den Tiebreak führen, in dem hatte Polen aber das bessere Ende für sich.
Jennifer Janiska konnte im vierten Satz ihr Team in den Tiebreak führen, in dem hatte Polen aber das bessere Ende für sich.  © Volleyballworld

Im Angriff und auch im Block lief Orthmann heiß und führte ihr Team zu seiner 20:16-Führung. In der Endphase blieb die Mannschaft cool, Lina Alsmeier nutzte den zweiten Satzball zum 1:1-Ausgleich. Weil parallel Kanada die Dominikanische Republik schlug, war Polen nach dem zweiten Satz bereits für das Viertelfinale qualifiziert.

Umso bitterer die Niederlage der Deutschen am Vortag gegen die Dominikanische Republik, mit einem Sieg wäre es zu einem echten Endspiel gegen die Polinnen gekommen. Bezogen auf die ganze WM tun da auch das weggeschenkte Spiel gegen die USA und die 2:3-Niederlage nach 2:0-Führung gegen Kanada weh.

Der dritte Durchgang startete gut, Deutschland führte mit 6:3, doch dann verlor die Mannschaft irgendwie den Faden, Polen spielte sich in einen Rausch und sicherte sich die 2:1-Satzführung mit 25:18. Im Vierten war es mal wieder Janiska, die mächtig voranging, vor allem in der Endphase, als sie den dritten Satzball erschmetterte und dann auch verwandelte. So ging es nach zwei bereits abgewehrten Matchbällen in den Tiebreak.

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In dem erlebte das deutsche Team eine Achterbahnfahrt mit einem schnellen 0:4-Rückstand, beim 10:10 war noch alles offen, doch dann machte das DVV-Team keinen Punkt mehr und unterlag am Ende mit 2:3.

Titelfoto: Volleyballworld

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