DSC schwächt den nächsten Konkurrenten und holt Riesentalent

Dresden - Das ist der nächste Top-Transfer für den Volleyball-Bundesligisten! Nachdem sich der Dresdner SC mit Kayla Haneline (27) die zweitbeste Mittelblockerin der Liga vom VfB Suhl Lotto Thüringen geschnappt hat, schwächt der Supercup-Sieger den nächsten Konkurrenten.

Stehen demnächst auf der gleichen Netzseite: Neuzugang Kveta Grabovska (19,l.) und Linda Bock (21, vorne rechts am Netz).
Stehen demnächst auf der gleichen Netzseite: Neuzugang Kveta Grabovska (19,l.) und Linda Bock (21, vorne rechts am Netz).  © Lutz Hentschel

Denn vom VC Wiesbaden kommt mit Zuspielerin Kveta Grabovska (19) eines der größten Talente ganz Europas. Ihr Können hat sie unter anderem in den zwei Hauptrunden-Spielen, die der DSC mit 0:3 und 2:3 gegen die Hessinnen verlor, eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die junge Athletin erhält einen Jahresvertrag.

"Wir haben uns für Kveta entschieden, da sie optimal zu unserer zukünftigen Zuspielerin Sarah Straube passt. Sie ist ebenso jung und dynamisch und hat in der vergangenen Saison nachgewiesen, dass sie nicht nur sehr talentiert ist, sondern auch in der Lage ist, Bundesligaspiele auf höchstem Niveau zu gewinnen", sagt Trainer Alexander Waibl (54).

Da der DSC mit Sarah Straube (20) den langfristigen Plan hatte, sie in der kommenden Saison als erste Zuspielerin auflaufen zu lassen, beendete der Pokalfinalist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Jenna Gray (24) und setzt nun auf das ganz junge Duo.

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Jung heißt aber nicht gleich unerfahren, denn Straube läuft seit 2019 für die Dresdnerinnen in der ersten Liga auf, Grabovska schlüpfte in Wiesbaden in der abgelaufenen Saison in eine unerwartete Rolle.

Für Grabovksa geht ein Traum in Erfüllung: "Die Philosophie des Teams hat mit sofort gefallen".

Kveta Grabovska (19) bei ihrem ersten Spiel für den VC Wiesbaden, dem 3:0-Sieg im vergangenen Oktober gegen den DSC.
Kveta Grabovska (19) bei ihrem ersten Spiel für den VC Wiesbaden, dem 3:0-Sieg im vergangenen Oktober gegen den DSC.  © IMAGO / Beautiful Sports

Eigentlich sollte die tschechische A-Nationalspielerin gemeinsam mit der erfahrenen US-Amerikanerin Erica Handley (26) das Zuspiel-Duo bilden, doch aufgrund einer Handverletzung fiel Handley komplett aus und so musste und durfte Grabovksa die Hauptverantwortung übernehmen. Und diese Aufgabe meisterte sie auf beeindruckende Art und Weise.

"Kveta ist an dieser unerwarteten Herausforderung beeindruckend gewachsen. Das ist logischerweise auch anderen Klubs in der Liga nicht verborgen geblieben", sagte Trainer Benedikt Frank (41) auf der vereinseigenen Homepage zu ihrem Abschied aus Wiesbaden.

Für die 19-Jährige selbst geht ein absoluter Traum in Erfüllung: "Es war für mich eine absolut positive Überraschung, als ich vom Cheftrainer des DSC, angesprochen wurde. Für mich als junge Spielerin, die aus Tschechien kommt, war das eine große Ehre. Die Philosophie des Teams hat mir sofort gefallen. Ich bin sehr froh, dass wir in Zukunft gemeinsam arbeiten."

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Weiter erklärte sie: "Natürlich hoffe ich, dass wir auch in der kommenden Saison erfolgreich sein werden. Ich habe gehört, dass die Fans in Dresden richtig Rabatz machen können, darauf freue ich mich besonders und auf die neuen Erfahrungen und das Team natürlich auch."

Schöner Nebeneffekt: Die Zuspielerin rückt wieder näher an ihre Heimat Brünn, wo sie noch bis 2021 spielte.

Der DSC-Kader in der Saison 2022/2023

Weiterhin im Kader: Jennifer Janiska (AA), Julia Wesser (AA), Sina Stöckmann (AA), Linda Bock (AA), Sarah Straube (Z), Monique Strubbe (MB), Sophie Dreblow (L)

Zugänge: Kayla Haneline (MB), Lara Berger (D/Allianz MTV Stuttgart/noch nicht offiziell von DSC-Seite bestätigt)

Abgänge: Maja Storck (D), Kristina Kicka (D), Jacqueline Quade (AA), Jenna Gray (Z), Madeleine Gates (MB), Layne van Buskirk (MB), Teodora Pusic (L)

Titelfoto: IMAGO / Beautiful Sports

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