Dresden Monarchs: Whaley und Finke überragen im Match gegen die Comets

Dresden - Am gestrigen Sonntagnachmittag verfolgten die Recken der Dresden Monarchs gespannt das GFL-Viertelfinale zwischen den Saarland Hurricanes und den Cologne Crocodiles. Als der 35:16-Sieg der Saarbrücker und damit der Halbfinal-Kontrahent der Königlichen feststand, lächelte Coach Ulrich Däuber kurz.

Ulrich Däuber gibt seinen Jungs Anweisungen. Wirklich viel korrigieren musste er nicht, die meiste Zeit lächelte der Monarchs-Trainer.
Ulrich Däuber gibt seinen Jungs Anweisungen. Wirklich viel korrigieren musste er nicht, die meiste Zeit lächelte der Monarchs-Trainer.  © Lutz Hentschel

"Mir war im Prinzip egal, auf wen wir treffen. Ich bin überzeugt, dass wir den Sprung in den German Bowl schaffen", weiß Däuber um die Stärke seines Teams, das im Finale am 9. Oktober in Frankfurt/M. in der 51000 Fans fassenden Arena von Fußball-Bundesligist Eintracht entweder auf die Schwäbisch Hall Unicorns oder die Potsdam Royals treffen würde.

Viel gelächelt, ja gestrahlt und auch gescherzt hatte Däuber schon während des Spiels seiner Monarchs gegen die Allgäu Comets. Klar, der Coach hatte beim souveränen 50:13 - bereits der zehnte Sieg in Serie (!) der Dresdner - keinen Grund, sich auch nur eine einzige Minute der Partie Sorgen zu machen.

"Wir haben heute wieder eindrucksvoll gezeigt, was wir können", resümierte er nach dem souveränen Halbfinaleinzug der Königlichen.

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Auch als es zwischen der siebten und 19. Minute in der Offense hakte, blieb er gelassen: "Das passiert, und in dieser Phase war die Defense der Comets auch richtig gut."

Ansonsten hatte die aber nur selten Zugriff auf den Offense der Dresdner. Sechs Touchdowns (Devwah Whaley/2, Robin Wilzeck/2, Darrell Stewart, Anthony Brooks) sind ein deutlicher Beweis dafür.

Florian Finke versenkt sechs Zusatzkicks

Den Ball unterm Arm, der Blick auf den Gegner gerichtet - gleich läuft Devwah Whaley (r.) los und lässt den Allgäuer Dominik Schmid alt aussehen.
Den Ball unterm Arm, der Blick auf den Gegner gerichtet - gleich läuft Devwah Whaley (r.) los und lässt den Allgäuer Dominik Schmid alt aussehen.  © Lutz Hentschel
Auf Kicker Florian Finke ist bei Zusatzkicks und Fieldgoal-Versuchen Verlass. Gegen die Allgäu Comets erzielte der Publikums zwölf Punkte - sechs PAT, zwei Fieldgoals, Letztere aus 46 bzw. 47 Yards.
Auf Kicker Florian Finke ist bei Zusatzkicks und Fieldgoal-Versuchen Verlass. Gegen die Allgäu Comets erzielte der Publikums zwölf Punkte - sechs PAT, zwei Fieldgoals, Letztere aus 46 bzw. 47 Yards.  © Montage: Lutz Hentschel (2)

In einer starken Mannschaft fielen zwei Akteure noch besonders auf. Runningback Whaley, der bei seinem ersten Touchdown die Gegner reihenweise austanzte und ihnen davonlief, sich beim zweiten unaufhaltsam durch die dichte Comets-Defense wühlte, bis er die Endzone erreicht hatte.

"Dank dieser Qualitäten haben wir Devwah geholt. Er macht das richtig gut", lobte Däuber den 23-Jährigen.

Und dann ist da noch Florian Finke. Dass der Publikumsliebling die - diesmal sechs - Zusatzkicks mit stoischer Ruhe versenkt, ist schon fast eine Selbstverständlichkeit. Aber zwei Fieldgoals aus 46 bzw. sogar 47 Yards Entfernung gelingen auch Finke selten.

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"In den Momenten, als der Ball den Fuß verlassen hat, wusste ich, dass er durch die Stangen fliegt", freute sich Finke.

Däuber: "Ganz stark, diese Qualität kann auch mal spielentscheidend sein."

Halbfinale! Die 1930 Fans im Stadion waren begeistert.
Halbfinale! Die 1930 Fans im Stadion waren begeistert.  © Lutz Hentschel

Ein Rekord sind die 47 Yards für Finke übrigens nicht. "2018 habe ich mal aus 49 Yards getroffen. Das war im Harbig-Stadion gegen Kiel", musste "Flori" nicht lange überlegen.

Titelfoto: Montage: Lutz Hentschel (2)

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