Schon die 4. Pleite: Potsdam Royals eine Nummer zu groß für die Dresden Monarchs

Dresden - Das Duell der Königlichen in der GFL sollte für die Dresden Monarchs zum Befreiungsschlag im Kampf um die Play-offs werden. Doch gegen die Potsdam Royals kassierte der Meister eine bittere 21:36-Klatsche, schon die vierte Pleite in dieser Saison.

Überschattet wurde das Spiel von zwei schweren Verletzungen bei den Gästen aus Potsdam. Hier wird Max Evenhuis mit Verdacht auf Schienbeinbruch vom Platz und ins Krankenhaus gebracht.
Überschattet wurde das Spiel von zwei schweren Verletzungen bei den Gästen aus Potsdam. Hier wird Max Evenhuis mit Verdacht auf Schienbeinbruch vom Platz und ins Krankenhaus gebracht.  © Norbert Neumann

Die Gäste, für deren Max Evenhuis (Verdacht auf Schienbeinbruch) und Ruben De Ruyter (Verdacht auf Kreuzbandriss) die Partie im Krankenhaus endete, machten schnell Nägel mit Köpfen. Nach Touchdowns von Chris Helbig und Brandon Polk stand es 0:13 (6.), die Dresdner Defense sah dabei ganz schlecht aus.

Dann die beste Zeit der Monarchs. Nach Pass von Justin Agner gelangen Isaiah Amaechi die ersten sechs Punkte, Sebastian Nahs machte den PAT - 7:13 (9.).

Der nächste Potsdamer Angriff brachte nur ein Fieldgoal (Heiko Bals - 7:16/12.), David Baum mit einem 48-Yards-Lauf und Nahs (PAT) verkürzten auf 14:16 (14.).

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Die Monarchs stoppten anschließend erneut die Royals-Offense, konnten das Momentum, die Möglichkeit zur Führung, aber nicht nutzen. Potsdam ließ sich nicht zweimal bitten: Erneut Helbig, auch den Extrapoint gab es - 14:23 zur Pause.

"Wir hatten unsere Chancen, haben daraus aber kein Kapital geschlagen", meinte Monarchs-Coach Ulrich Däuber nach der Partie.

Selbst-Analyse der Dresden Monarchs

Isaiah Amaechi (links) gelangen zwei Touchdowns für die Monarchs, die gegen Potsdam aber die vierte Saisonpleite kassierten.
Isaiah Amaechi (links) gelangen zwei Touchdowns für die Monarchs, die gegen Potsdam aber die vierte Saisonpleite kassierten.  © Norbert Neumann

Im dritten Abschnitt keine Punkte, danach machte der starke Karri Pajarinen mit zwei Endzonendurchbrüchen binnen viereinhalb Minuten alles klar - 14:36 (42.). Amaechis zweiter Touchdown nach Zuspiel von Marvin Schöne war nur noch Kosmetik.

Der Potsdamer Sieg vor 1480 Zuschauern absolut verdient. Ursachen aus Dresdner Sicht neben den verpassten Möglichkeiten?

Däuber: "Wir trainieren nicht mit den Leuten, die spielen, wir spielen nicht mit den Leuten, die trainieren - das ist ein großes Problem. Zudem hat Potsdam vieles richtig gemacht, während uns zu viele Fehler unterlaufen sind." Henry Boss

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Kader-Info: Dresdens Wide Receiver Darrell Stewart (Schienbeinbruch) ist am Freitag operiert worden, fällt auf unbestimmte Zeit aus. Defense-Coach Thomas Stantke zuversichtlich: "Vielleicht steht Darrell uns in den Play-offs, sofern wir die erreichen, wieder zur Verfügung."

Titelfoto: Norbert Neumann

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