DEL-Klubs bekennen Farbe, hadern mit Auf- und Abstieg! Eislöwen prüfen Klage

Dresden - Am Freitag startet die DEL in die neue Saison und in der höchsten deutschen Liga geht das Abstiegsgespenst um. Dies wurde beim "So geht Sächsisch"-Cup in Dresden deutlich ...

Die Eislöwen um Geschäftsführer Maik Walsdorf (r.) wurden von der DEL wegen eines Formfehlers abgelehnt.
Die Eislöwen um Geschäftsführer Maik Walsdorf (r.) wurden von der DEL wegen eines Formfehlers abgelehnt.  © Lutz Hentschel

Mit der Düsseldorfer EG, den Iserlohn Roosters und den Nürnberg Ice Tigers spielten drei der vier potenziellen Abstiegskandidaten beim Turnier der Dresdner Eislöwen.

Und obwohl der Zweitligist erst zwei Wochen Vorbereitung in den Beinen hat, sah sein Spiel teilweise besser aus, als das der Erstligisten.

Es zeigte, dass der Unterschied nicht mehr so deutlich ist. Und im Gegensatz zu den DEL-Klubs kennen die Zweitligisten das Gefühl, gegen den Abstieg spielen zu müssen.

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"Ich befürchte, dass der eine oder andere DEL-Klub deshalb mehr Geld ausgibt, wenn's im Dezember nicht so läuft", meinte André Dietzsch von den Ice Tigers am Rande des Turniers. Denn eines ist klar, absteigen will kein Erstligist. Drohen neue Insolvenzen?

In die Kerbe schlug jetzt auch beim Podcast Shorthanded News der Augsburger Marketing-Boss Leonardo Conti. "Rein sportlich habe ich nie verstanden, warum es keinen Auf- und Abstieg gibt", so der Ex-Keeper.

"Aber da hängt ja wesentlich mehr dran. Die Planungssicherheit hat schon gutgetan. Mit der wirtschaftlichen Brille kann man kein Fan von Auf- und Abstieg sein."

Die in Weiß spielenden Düsseldorfer standen am Sonntag den Iserlohn Roosters gegenüber. Sean Acolatse ging dabei in die Knie. Symbolisch für den Abstiegskampf im April 2022?
Die in Weiß spielenden Düsseldorfer standen am Sonntag den Iserlohn Roosters gegenüber. Sean Acolatse ging dabei in die Knie. Symbolisch für den Abstiegskampf im April 2022?  © Thomas Heide

Die Öffnung der DEL bleibt eine heiße Kiste. Deshalb hatten die Eislöwen ihre Unterlagen als Aufstiegskandidat 2022 abgegeben.

Die DEL lehnte Dresden wegen Formfehler ab. "Wir prüfen, ob wir dagegen klagen", so Geschäftsführer Maik Walsdorf am Wochenende. Der Knackpunkt ist der Streitwert. Sollte dieser die Bürgschafts-Höhe (816.000 Euro) betragen, wird es für die Eislöwen zu teuer.

Titelfoto: Thomas Heide

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