Dresdner Eislöwen besiegen zahnlose Tigers

Dresden - "Schießt ein Tor für uns", skandierten die Fans in der Nordkurve des Löwenkäfigs fleißig. Ihre Lieblinge hatte gegen zahnlose Tigers leichteres Spiel als zuletzt bei den Heimspielen gegen Ravensburg und Kassel. Und somit feierten die Dresdner Eislöwen nach 60 gespielten Minuten einen 3:0-Sieg (1:0, 1:0, 1:0) gegen Bayreuth.

Dresdens Matej Mrazek klatschte sich mit seinen Teamkollegen nach seinem Treffer zum 1:0 ab.
Dresdens Matej Mrazek klatschte sich mit seinen Teamkollegen nach seinem Treffer zum 1:0 ab.  © Lutz Hentschel

Die Gäste erinnerten eher an Tigerbabys. Dabei ist das Team von den Spielern her stark besetzt. Sami Blomqvist, Ville Järveläinen, Frederik Cabana oder Travis Ewanyk sind eigentlich Top-Stürmer. Doch die Dresdner hatten sie im Griff. In den ersten zehn Minuten war dies alles andere als einfach.

Schiri Marc André Naust pfiff sehr kleinlich und schickte dreimal in Folge einen Hausherren in die Kühlbox. Doch das Team von Andreas Brockmann hatte ein gutes Stellungsspiel und ließ nichts zu. In der vierten Unterzahl beweis es dazu seine Konterstärke. Matej Mrazek (19.) sorgte so für die Führung. Adam Kiedewicz (25.) legte sehenswert nach.

Die mitgereisten Bayreuther Anhänger waren stinksauer. Während die Dresdner sangen "Unterzahl, Unterzahl - scheißegal", schallte es von den Franken: "So eine Schei... haben wir nicht verdient." Und selbst ihr Verteidiger Eric Stephan fand in der 2. Drittelpause klare Worte: "Es ist eine Frechheit, was wir anbieten."

Befreiungsschlag! Die Dresdner Eislöwen besiegen Landshut
Dresdner Eislöwen Befreiungsschlag! Die Dresdner Eislöwen besiegen Landshut

Eine Reaktion der Gäste gab's auch im Schlussdrittel nicht. Die Hausherren blieben weiter tonangebend.

Bezeichnend fürs Spiel: Eislöwe Nicklas Mannes begrub Bayreuths zahnlosen Frederik Cabana unter sich.
Bezeichnend fürs Spiel: Eislöwe Nicklas Mannes begrub Bayreuths zahnlosen Frederik Cabana unter sich.  © Lutz Hentschel

Und 5:48 Minuten vorm Ende jubelten die Eislöwen-Fans erneut. Diesmal hatten ihre Lieblinge Überzahl. Als nach einem Schuss die Scheibe von der Bande zurück vors Tigers-Tor kam, stand Philipp Kuhnekath richtig und netzte ein.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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