Eislöwen in der Klemme! Kosten für die Berufsgenossenschaft explodieren

Dresden - Die Verhandlungen mit den Spielern sind auf Eis gelegt, die bereits bestehenden Verträge für die neue Saison stehen teilweise auf dem Prüfstand: Bei den Dresdner Eislöwen hat Geschäftsführer Maik Walsdorf gerade die Haushaltsbremse eingeworfen ...

Die Eislöwen werden sich wohl noch gedulden müssen, bis sie wissen, mit welchen Spielern Coach Rico Rossi die neue Saison angehen wird.
Die Eislöwen werden sich wohl noch gedulden müssen, bis sie wissen, mit welchen Spielern Coach Rico Rossi die neue Saison angehen wird.  © Lutz Hentschel

Aber nicht etwa, weil der frühe Saison-Abbruch im März den Zweitligisten in Zahlungsschwierigkeiten gebracht hätte. 

Walsdorf: "Jetzt ist klar, wie stark die Beträge der Berufsgenossenschaft steigen. Zudem wissen wir noch nicht, wie sich die Corona-Krise auf unsere Sponsoren auswirkt."

Aber das Hauptproblem trifft nicht nur die Eislöwen, die Kosten für die Berufsgenossenschaft explodieren um 60 Prozent. 

"Dass die Gefahrenklasse für Eishockey angehoben wird, war zwar bekannt. Dadurch steigt der Beitrag um rund 40 Prozent", weiß DEL2-Boss René Rudorisch. 

"Aber ausgerechnet jetzt am 5. April haben sie rückwirkend für 2019 beschlossen, den Grundbetrag auch um 20 Prozent zu erhöhen. Das trifft alle Sportarten." 

Rudorisch ist verwundert: "Da hilft der Staat den Klubs in der Not mit Darlehen und gleichzeitig geht ein Teil des dringend benötigten Geldes sofort an die BG."

Dresdner Eislöwen hätten aktuell Mehrkosten in Höhe von 80.000 Euro!

Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf überlegt auch, den Etat für die Spieler zu kürzen.
Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf überlegt auch, den Etat für die Spieler zu kürzen.  © Lutz Hentschel

Auf die Eislöwen kämen aktuell Mehrkosten von über 80.000 Euro zu. 

"Und das war ja nicht das Ende. In den nächsten drei, vier Jahren soll der Beitrag weiter steigen, sodass wir dann etwa zehn Prozent unseres Gesamtetats für die Berufsgenossenschaft ausgeben", so Walsdorf. Macht satte 250.000 Euro.

Deshalb durchdenkt der Geschäftsführer derzeit alles und stellt "eine Etatkürzung für die Spieler" in den Raum.

Das könnte heißen, dass es fraglich ist, ob Nick Huard weiter in Dresden bleibt - obwohl die Eislöwen diese Woche ein Bildspiel bei Instagram mit dem kanadischen Stürmer Nick Huard gepostet haben.

"Erst wenn ich die Lizenzunterlagen zusammen habe, wird an der Kaderplanung weiter gearbeitet werden können", so Walsdorf.

Das heißt, vorm 24. Mai werden höchstens die Spieler bekanntgegeben, die ohnehin durch einen Mehrjahres-Vertrag fest eingeplant waren ...

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dresdner Eislöwen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0