Eislöwen harmlos in Überzahl und vogelwild in der Verteidigung bei Pleite in Landshut

Dresden/Landshut - "Eine katastrophale Defensiv-Leistung und vogelwild gespielt!" Der Coach der Dresdner Eislöwen, Andreas Brockmann, ärgerte sich über den Auftritt seiner Mannschaft in Landshut.

Die Eislöwen feierten hier den Treffer zum 3:2 von Louis Trattner. Doch die Freude war nur kurz.
Die Eislöwen feierten hier den Treffer zum 3:2 von Louis Trattner. Doch die Freude war nur kurz.  © Wolfgang Fehrmann

Nachdem sie 4:2 geführt hatten, stand es nach 60 Minuten 5:8 (4:2, 0:2, 1:4) im Eisstadion am Gutenbergweg aus Sicht der Sachsen.

Statt auf den ersten Play-off-Platz (Rang acht) zu klettern, rutschten die Löwen auf den Zehnten ab. Und dies völlig unnötig. Sie hatten die Partie gegen den EVL klar in der Hand.

Das erste Drittel war ordentlich. Bereits nach 57 Sekunden traf Steven Rupprich, Tom Knobloch (4.) und Louis Trattner (9./15.) sorgten für die 4:2-Pausen-Führung.

Nach dieser hatten die Dresdner gleich Überzahl - insgesamt sechs Minuten. "Da waren wir viel zu harmlos", kritisierte Brockmann im Nachgang.

Bezeichnend: Elvijs Biezais versemmelte seine Chance aufs 5:2. Und wenig später konnte Roope Ranta an der blauen Linie der Landshuter die Scheibe nicht stoppen.

Die Gastgeber setzten in Unterzahl zum Konter an. Ranta musste seinen Kontrahenten mit dem Stock ausbremsen. Strafe! Im Vier-gegen-vier verkürzte Robin Weihager (29.), als Marcus Power (31.) auf 4:4 stellte, brach auch noch Biezais alte Leistenverletzung auf. Der Lette ging runter.

Die Leistenverletzung von Elvijs Biezais brach in Landshut wieder auf.
Die Leistenverletzung von Elvijs Biezais brach in Landshut wieder auf.  © Lutz Hentschel
Eislöwe Thomas Supis (l.) war im Zweikampf mit Zach O'Brien (M.) nicht bissig genug. Der Landshuter-Topstürmer konnte so zum 4:6 aus Sicht der Dresdner einnetzen.
Eislöwe Thomas Supis (l.) war im Zweikampf mit Zach O'Brien (M.) nicht bissig genug. Der Landshuter-Topstürmer konnte so zum 4:6 aus Sicht der Dresdner einnetzen.  © Wolfgang Fehrmann

Und ab da spielten die Hausherren. Arturs Kruminsch (43.), Zach O'Brien (46.) und Power (50.) profitierten von groben Abwehrschnitzern oder Pech der Eislöwen.

Beispiel: Vorm Kruminsch-Treffer wollte René Kramer die Scheibe aus dem eigenen Drittel schießen, sie landete aber am Schaft des Power-Stocks und die Landshuter konnten kontern. Nick Huard (51.) verkürzte zwar auf 5:7, aber als drei Löwen in der Kühlbox schmorten, machte Kruminsch (59.) den Deckel drauf.

Titelfoto: Wolfgang Fehrmann

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