Nach 0:3 - Eislöwen zeigen Charakter! Andres & Co. fighten um Turniersieg

Dresden - Lernfähig sind die Dresdner Eislöwen. Das lässt sich als erstes Fazit vom Testspiel-Auftakt sagen. Gegen den DEL-Klub Düsseldorfer EG lag der Zweitligist nach zwölf Minuten in heimischer Halle bereits mit 0:3 hinten.

Eislöwen-Eigengewächs Matej Mrazek machten den Deckel zum Sieg über die DEG drauf.
Eislöwen-Eigengewächs Matej Mrazek machten den Deckel zum Sieg über die DEG drauf.  © Matthias Rietschel

Doch Jordan Knackstedt & Co. drehten die Partie auf 5:3 (3:3, 2:0, 0:0) und kämpfen am Sonntag im Finale beim "So geht sächsisch"-Cup um den Turniersieg.

Danach sah es anfangs nicht aus. Bereits nach 65 Sekunden netzte Jerry D'Amigo ein. Völlig unsortiert war da die Dresdner Hintermannschaft. Und als Kyle Cuminskey zweimal (3./12.) abzog, war keiner da, der störte.

Zudem griff Eislöwen-Keeper Janick Schwendener noch daneben, war danach aber stark. "Es war phasenweise zu schnell oder wir zu langsam - auch im Kopf", merkte Coach Andreas Brockmann an.

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Doch spätestens, als Tomas Andres (15.) per Solo im Eins-gegen-Eins das 1:3-markierte, wurde die Ordnung deutlich besser, war auch das Selbstvertrauen da.

Brockmann: "Ab da haben wir gut gespielt. Aber ich gebe nicht zu viel aufs Ergebnis. Was mir gefallen hat, dass wir im zweiten Drittel sehr gute Chancen hatten. Es fehlen noch die Kleinigkeiten und die Kondition, aber das Team hat Charakter gezeigt."

Noch vorm ersten Pausentee glichen David Rundqvist (16.) freistehend vorm Tor und Knackstedt (18.) aus. Nach dem Kabinengang sorgten Johan Porsberger (21.) sowie Matej Mrazek (27.) für die Tore vier und fünf.

Eislöwen-Stürmer Tomas Andres (l.) vernascht hier den jungen Düsseldorfer Goalie Hendrik Hane. Das 1:3 aus Dresdner Sicht brachte die Wende.
Eislöwen-Stürmer Tomas Andres (l.) vernascht hier den jungen Düsseldorfer Goalie Hendrik Hane. Das 1:3 aus Dresdner Sicht brachte die Wende.  © Matthias Rietschel
Coach Andreas Brockmann hatte wenig Grund, laut zu werden.
Coach Andreas Brockmann hatte wenig Grund, laut zu werden.  © Matthias Rietschel
Hier gratuliert David Suvanto (2.v.l.) noch David Rundqvist (r.) zum 2:3. Im Schlussdrittel fehlte der Schwede verletzt.
Hier gratuliert David Suvanto (2.v.l.) noch David Rundqvist (r.) zum 2:3. Im Schlussdrittel fehlte der Schwede verletzt.  © Matthias Rietschel

Teuer könnte der Ausfall von David Suvanto werden. Düsseldorfs Cuminskey hatte den Dresdner Verteidiger gegen die Bande gecheckt, obwohl die Partie bereits unterbrochen war. Mit Schmerzen verließ der Schwede das Eis. Es roch nach Schulterverletzung, die Eislöwen grenzten es nur auf den "Oberkörper" ein.

Im Finale trifft das Brockmann-Team am Sonntag (18.30 Uhr) auf die Nürnberg Ice Tigers, die sich gegen die Iserlohn Roosters mit 5:2 (3:0, 1:1, 1:1) durchsetzten.

Titelfoto: Matthias Rietschel

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