Enge Eislöwen-Pleite bei Brockmann-Premiere

Dresden - Beim ersten Spiel unter dem neuen Trainer Andreas Brockmann unterliegen die Dresdner Eislöwen zwar gegen die Kassel Huskies, aber das nur denkbar knapp!

Roope Ranta war für die Eislöwen im Penaltyschießen der einzige, der traf. Bei den Huskies waren Troy Rutkowski und Lukas Laub erfolgreich.
Roope Ranta war für die Eislöwen im Penaltyschießen der einzige, der traf. Bei den Huskies waren Troy Rutkowski und Lukas Laub erfolgreich.  © Lutz Hentschel

Es war 19.26 Uhr. Die Eislöwen betraten ihren Dresdner Löwenkäfig zum ACDC-Song "Are you ready for a good time". Wie passend!

Und das Team vom neuen Coach Andreas Brockmann war bereit. Die Eislöwen zwangen Tabellenführer Kassel ins Penaltyschießen, verloren am Ende allerdings unglücklich 3:4 (1:0, 1:2, 1:1).

Brockmann musste unfreiwillig umbauen. Stürmer Dennis Swinnen und Goalie Riku Helenius hatten sich früh krank abgemeldet - die Chance für Stürmer Elvijs Biezais und Ersatzkeeper Nick Vieregge. Der 18-jährige Goalie zeigte ein starkes Spiel und Biezais sorgte nach 13 Minuten für die Führung.

Die erste Dresdner Chance hatte bereits nach 40 Sekunden Jordan Knackstedt. Toni Ritter bediente den Eislöwen-Kapitän mit der Rückhand, der Puck schlug erst an den linken Pfosten, von da an den rechten.

Nach neun Minuten passte Alexander Dotzler auf Christian Neuert. Der konterte und konnte erst beim Abschluss von Verteidiger Stephan Tramm gestoppt werden. Die ersten 20 Minuten machten Spaß und die Löwen waren besser als der Spitzenreiter.

"Ein enges offenes Spiel. Wir wissen, dass Kassel einen guten Lauf hat, aber wir wollen ihnen ein Bein stellen und uns in einen guten Lauf bringen", meinte Vladislav Filin vorm ersten Gang in die Kabine.

Der neue Eislöwen-Coach Andreas Brockmann sah kein schlechtes Spiel seines neuen Teams.
Der neue Eislöwen-Coach Andreas Brockmann sah kein schlechtes Spiel seines neuen Teams.  © Lutz Hentschel

18-jähriger Vieregge wird für die Dresdner Eislöwen zum Held des Abends

Saustark! Eislöwen-Goalie Nick Vieregge rettet hier gegen Brett Cameron (Kassel).
Saustark! Eislöwen-Goalie Nick Vieregge rettet hier gegen Brett Cameron (Kassel).  © Lutz Hentschel

Doch gerade mal nach 41 Sekunden im zweiten Drittel stand es durch ein Tor von Corey Trivino schon 1:1. Ein irregulärer Treffer, weil die Scheibe zuvor knapp aus dem Löwen-Drittel gerutscht war. Somit standen die Gäste im Abseits.

Eislöwen-Verteidiger Steve Hanusch wetterte. Er gab aber sechs Minuten später mit dem 2:1 die Antwort. Ryon Moser (36.) sorgte vor der Pause fürs 2:2.

Eine Riesentat von Vieregge (39.) rettete die Eislöwen vorm Rückstand. Beim 2:3 durch Philippe Cornet (46.) war er machtlos. Joel Keussen (56.) hätte fast auf 2:4 gestellt. Der Puck knallte an die Latte, von da an den Rücken des Löwen-Keepers. Der sich drauflegte. Puh!

92 Sekunden vorm Ende des 3. Drittels hatte René Kramer das Auge für Ritter - Ausgleich. Verlängerung. Da hielt Vieregge überragend, genau wie im Penaltyschießen.

Aber zwei Paraden reichten nicht. "Schade. Das Spiel hätten wir echt verdient zu gewinnen", so der Held des Abends.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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