Eislöwen brauchen mehr Zuschauer! Wird gegen Selb der Käfig voll?

Dresden - 1406, 1366, 1441, 1327 - das sind nicht die Maße des geplanten neuen Videowürfels, der irgendwann unter die Decke des Dresdner Löwenkäfigs kommen soll.

Maik Walsdorf und die Eislöwen suchen nach den Ursachen für die geringen Zuschauerzahlen.
Maik Walsdorf und die Eislöwen suchen nach den Ursachen für die geringen Zuschauerzahlen.  © Lutz Hentschel

Es sind die Zuschauer, die bisher den Weg zu den Heimspielen des DEL2-Klubs gefunden haben. Zahlen, die bei Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf für Sorgenfalten auf der Stirn sorgen.

Ist das Heimspiel am heutigen Freitag gegen Selb ein Wendepunkt? "Zumindest lief der Vorverkauf besser", verrät Walsdorf. "Und die Wölfe bringen sogar zwischen 150 und 200 Anhänger mit."

Das spricht dafür, dass die Stimmung wieder top sein wird. "Allerdings war die trotz der nur 1400 Zuschauer bisher auch richtig gut", findet der Geschäftsführer. Recht hat er.

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Doch die Atmosphäre in der Halle ist das eine, die Einnahmen sind das andere. Und da klafft ein Loch, immerhin könnten derzeit 2200 in die 4412 Fans fassende Arena rein.

Aber nicht mal das erste Heimderby am Dienstag gegen Crimmitschau ist ausverkauft. Weil es in der Woche ist? Walsdorf: "Daran kann es nicht liegen, wir haben schon mehrfach dienstags gegen die Piraten gespielt, da kamen trotzdem 3800."

Mit Blick auf den 1. Januar macht ihm das Sorge. Der Eislöwen-Boss verrät: "Bis dahin läuft die staatliche Unterstützung. Allerdings haben alle sächsischen Vereine - nicht nur wir - bald die Maximalförderung von 1,8 Millionen Euro ausgeschöpft." Danach beginnt der Existenzkampf! Die Dresdner prüfen, warum die Fans noch wegbleiben und wie sie die wieder verstärkt in die Halle locken können.

Ex-Löwe Feodor Boiarchinov kehrt mit Selb "heim".
Ex-Löwe Feodor Boiarchinov kehrt mit Selb "heim".  © Lutz Hentschel
Am Sonntag gegen Bad Tölz waren keine 1400 Zuschauer in der Halle. Die Stimmung war trotz der leeren Ränge aber gut.
Am Sonntag gegen Bad Tölz waren keine 1400 Zuschauer in der Halle. Die Stimmung war trotz der leeren Ränge aber gut.  © Matthias Rietschel
Sportlich geht's nicht ums Überleben. Die Partie gegen den Liga-Neuling Selb verspricht einen heißen Fight. Denn die Bayern fügten immerhin den Eispiraten die zweite Saisonniederlage zu. Die Wölfe agieren bissig, sind aber mit 39 Gegentoren derzeit auch mit deutlichem Abstand die Schießbude der Liga.

Titelfoto: Matthias Rietschel

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