Eislöwen-Fragen nach vier Spielen: Coach Brockmann sucht Antworten

Dresden - Vier Spiele, vier Punkte, Platz neun in der DEL2. Die Welt der Eislöwen sah am Montag schon wieder etwas besser aus, nachdem Jordan Knackstedt & Co. mit 6:4 in Heilbronn den ersten Saison-Sieg einfahren konnten. Aber auch dieses Spiel warf wieder Fragen auf!

Wie in dieser Szene in Freiburg verlieren die Eislöwen noch zu oft die taktische Ordnung.
Wie in dieser Szene in Freiburg verlieren die Eislöwen noch zu oft die taktische Ordnung.  © imago/Beautiful Sports

Zwei Szenen aus der Partie bei den Falken stehen exemplarisch für den Saisonstart der Eislöwen.

Die erste stammt aus der 4. Minute. Erst konnte Dresdens Niklas Postel einen Alleingang nicht nutzen, Sekunden später verliert sein Team die Scheibe leichtfertig im Spielaufbau. Die Gastgeber schalten schnell. Simon Thiel marschiert, Noah Dunham läuft mit, Querpass, Schuss - 0:1.

Die zweite Szene geschah in der 28. Minute: Heilbronns Corey Mapes schleicht sich vors Eislöwen-Tor, kein Dresdner fühlt sich zuständig. Der Pass kommt auf ihn - 2:2.

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Dresdner Eislöwen "Im Spiel gibt es keine Freunde": Löwen wollen 1. Sieg gegen die Eisbären!

Grundsätzlich sind dies Dinge, die am Anfang der Saison passieren können. Allerdings gelten die Dresdner als eingespielt. Coach Andreas Brockmann (55) hat ja die Top-Truppe aus der Vorsaison zusammen, sein Spielsystem ist klar.

Stellen sich die Fragen: Warum unterlaufen seinen Spielern so viele leichte Scheibenverluste? Warum stimmt die Zuordnung derzeit nicht immer?

Für Eislöwen-Trainer Andreas Brockmann (55) zählt die Taktiktafel zu den wichtigsten Arbeitsmitteln.
Für Eislöwen-Trainer Andreas Brockmann (55) zählt die Taktiktafel zu den wichtigsten Arbeitsmitteln.  © Lutz Hentschel

Dresdner Eislöwen: Neue Drucksituation führt laut Brockmann zu Nervosität

Brockmann: "Es ist schwer zu sagen. Am Freitag gegen Kassel haben wir im zweiten und dritten Drittel mit einer guten Struktur gespielt. Es ist also nicht so, dass wir nicht wüssten, was wir machen müssen. Wir haben eine junge Mannschaft, haben drei Spiele in Folge zum Start verloren. Diese Drucksituation hatten wir vergangene Saison nicht. Da wird man bissel nervös und verliert den Glauben."

Ob's wirklich nur eine Frage des Selbstbewusstseins ist, wird sich jetzt zeigen.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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