Eislöwen-Kapitän Knackstedt redet Klartext! "Wir haben uns zu sehr beeinflussen lassen"

Dresden - Die Rote Laterne auf den Schultern, die Kritik der eigenen Fans im Nacken: Eislöwen-Kapitän Jordan Knackstedt steht mit seinen Teamkollegen am Freitag im Heimspiel gegen Heilbronn gehörig unter Druck. Der 32-Jährige weiß, worauf es jetzt ankommt!

Eislöwen-Coach Andreas Brockmann (l.) und sein Kapitän haben keine Berührungsängste. Gemeinsam wollen sie die Mannschaft aus der Krise führen.
Eislöwen-Coach Andreas Brockmann (l.) und sein Kapitän haben keine Berührungsängste. Gemeinsam wollen sie die Mannschaft aus der Krise führen.  © Lutz Hentschel

"Wir müssen endlich unsere kleinen Schwächephasen vermeiden", so der Deutsch-Kanadier. "Zuletzt haben wir uns von den fünf bis zehn schwachen Minuten pro Spiel zu sehr beeinflussen lassen."

Starteten die Dresdner nicht schlecht in die Partien, hingen sie meist im zweiten Drittel durch und gaben so die Spiele ab.

Knackstedt weiß, dass er sich selbst an die eigene Nase fassen muss. Auch wenn seine Punkte-Ausbeute bei 1,1 pro Spiel liegt, in seiner Plus-Minus-Statistik steht minus 11.

Bedeutet, auch wenn er an 21 Eislöwen-Treffern beteiligt war - wenn er auf dem Eis stand, traf der Gegner 32-mal. Jordan muss defensiv wieder mehr ackern.

Brockmann: "Müssen viel aggressiver und laufstärker spielen"

Mit Blick aufs heutige Duell mit den Falken gibt er folgenden Schlachtplan aus. "Das Ziel ist es: Von Anfang an da zu sein, direkt in die Partie reinkommen und dreckige Tore zu schießen", so Knackstedt. Auch wenn er der Kapitän ist, er sieht sich nicht allein in der Verantwortung: "Wir haben eine ganze Gruppe von Führungsspielern. Die müssen vorangehen und die Jungen mitreißen. Das ist jetzt die Hauptaufgabe."

Coach Andreas Brockmann hofft, dass die erste volle Trainingswoche unter ihm Früchte trägt: "Der Schwerpunkt lag auf den Sachen, die uns fehlen: Wir müssen viel aggressiver und laufstärker spielen." Zudem hofft der 53-Jährige, dass Riku Helenius gegen Heilbronn wieder im Kasten steht.

"Er hat die komplette Woche trainiert. Stand der Dinge ist, dass er spielt", so Brockmann. Und wenn dann noch einer seiner Führungsspieler ein Zeichen wie "Schuss blocken, Scheibe rausspielen, Check zu Ende fahren" setzt, sieht der Coach, dass seine Spieler bereit sind ...

Titelfoto: Lutz Hentschel

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