Eislöwen: Knoten geplatzt! Ritter mausert sich zum echten Torjäger

Dresden - Gejubelt hätte Toni Ritter in der Partie gegen die Heilbronner am gestrigen Montag bestimmt. Ob über einen Sieg oder ein von ihm erzieltes Tor lässt sich durch die Spielverlegung wegen eines Corona-Falls bei den Falken nicht sagen. Doch der Stürmer der Dresdner Eislöwen hat gerade einen Lauf ...

Aufgefallen ist Toni Ritter auf dem Eis durch seine 1,91 Meter Körpergröße schon immer, aber jetzt entwickelt er sich zum Torjäger.
Aufgefallen ist Toni Ritter auf dem Eis durch seine 1,91 Meter Körpergröße schon immer, aber jetzt entwickelt er sich zum Torjäger.  © Lutz Hentschel

In den vergangenen zehn DEL2-Spielen netzte der 31-Jährige insgesamt siebenmal für die Dresdner ein, in den letzten drei Partien jeweils einmal. Und plötzlich ist der gebürtige Weißwasseraner drittbester Torjäger der Eislöwen.

Seine Erklärung wirkt typisch für ihn: bescheiden und im Dienst der Mannschaft. "Ich probiere immer, alles zu geben. Und zurzeit haben wir in unserer Reihe eine gute Chemie, probieren, uns gegenseitig in Szene zu setzen und die vielen Ausfälle zu kompensieren", so Ritter.

Der 1,91 Meter große Schlaks füllt seine Rolle derzeit optimal aus. Steht gut vorm gegnerischen Tor, um für Abpraller parat zu sein, ist zielsicher im Abschluss. Der Knoten scheint geplatzt.

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Auch wenn es für diese Eislöwen-Saison nichts mehr bringt, für ihn dürfte es ein guter Abschluss sein.

Blickt man in seiner Historie, fällt auf: Noch nie war Ritter offensiv so erfolgreich. In 45 Partien hat er in dieser Spielzeit 16 Tore erzielt und 19 Vorlagen gegeben. Rechnet man die Super-Chancen dazu, die er liegen gelassen hat, wird deutlich, welch Potenzial in ihm steckt.

Wann er dieses gegen die Falken abrufen darf, stand Montag noch nicht fest. Die Heilbronner mussten die Auswertung ihrer PCR-Tests und die Entscheidung des Gesundheitsamtes abwarten. Erst danach kann die DEL2 über eine Neuansetzung entscheiden.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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