Eislöwen verlieren Derby, weil die Defensive pennt

Weißwasser - Vor einer Woche waren die Dresdner Eislöwen noch die Derbyhelden gegen Crimmitschau, am Freitag verloren sie das prestigeträchtige Duell in Weißwasser mit 3:5 (3:2, 0:1, 0:2) und kassierten die dritte Pleite in Folge.

Bezeichnend! Maximilian Heim (M.) markiert für die Weißwasseraner das 3:3, Eislöwe Bruno Riedl (l.) kam zu spät.
Bezeichnend! Maximilian Heim (M.) markiert für die Weißwasseraner das 3:3, Eislöwe Bruno Riedl (l.) kam zu spät.  © Thomas Heide

"Die Welt ist Dynamo" schallte es zehn Minuten vor Schluss durch den mit 2886 Zuschauern gut gefüllten Fuchsbau.

Die Stimmung unter den Weißwasseranern war perfekt, die der mitgereisten Eislöwen-Fans im Keller. Zwar machten die Dresdner viel Druck, aber sie rannten seit Beginn des Schussdrittels einem Rückstand hinterher.

Dabei hatte Eislöwe Tomas Andres nach den ersten zwanzig Minuten gesagt: "Wir müssen etwas defensiver denken." Stimmt, nur umgesetzt haben es danach seine Teamkollegen nicht. Dabei führten sie nach dem 1. Drittel mit 3:2.

Wunsch erhört! Dresdner Eislöwen bekommen neuen Knipser
Dresdner Eislöwen Wunsch erhört! Dresdner Eislöwen bekommen neuen Knipser

Ricardo Hendreschke (8.) reagierte perfekt, als die Scheibe zu ihm in die Mitte vors Füchse-Tor kam. Der 19-Jährige schob sie sofort vor die Schlittschuh des freistehenden Johan Porsbergers, der zog ab - 1:0.

Gut eine Minute später machten es die Hausherren schnell und Hunter Garlent war völlig allein, als er zum 1:1 einnetzte. Lane Scheidl (10.) legte nach. Doch Jordan Knackstedt (16./19.) drehte mit seinem Doppelschlag die Partie.

Weißwasser nutzt Fehler der Dresdner Eislöwen eiskalt aus

Das Duell der Doppeltorschützen an der Bande. Weißwassers Lane Scheidl (l.) versucht Eislöwen-Kapitän Jordan Knackstedt die Scheibe abzuluchsen.
Das Duell der Doppeltorschützen an der Bande. Weißwassers Lane Scheidl (l.) versucht Eislöwen-Kapitän Jordan Knackstedt die Scheibe abzuluchsen.  © Thomas Heide

Aber dann nutzten die Hausherren die Fehler der Dresdner eiskalt. Drei Minuten waren im Mittelabschnitt gespielt, da ging's schnell. Ein Weißwasseraner passte tief. Eislöwen-Verteidiger Bruno Riedl konnte Maximilian Heim nicht folgen und der Fuchs netzte durch die Beine von Dresdens Gaolie Janick Schwendener ein.

Im Schlussdrittel stellten die Lausitzer auf Sieg. 58 Sekunden nach der letzten Pause nutzten sie die Überzahl. Garlent passte quer auf Roope Mäkitalo und der vors Tor, wo Clarke Breitkreuz die Kelle reinhielt.

Und als Knackstedt & Co. vorn viel Druck machten, unterlief ihnen ein einfacher Scheibenverlust. Breitkreuz (44.) setzte zum Konter an, Scheidl lief mit - Pass, Tor, 3:5. Dabei blieb es ...

Titelfoto: Thomas Heide

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