Frankfurter Löwen haben Wettbewerbsvorteil: Eislöwen wollen Sieg trotz leerer Ränge

Dresden - Zweiter gegen Dritter, potenzieller Aufsteiger gegen verhinderter Aufstiegskandidat - das Heimspiel der Dresdner Eislöwen gegen die Frankfurter Löwen hat Potenzial die Arena bis zum letzten Platz zu füllen.

Januar 2020: Da duellierten sich die Dresdner Eislöwen um Kapitän Jordan Knackstedt (M.) mit den Frankfurtern vor 3719 Zuschauern und gewannen mit 4:3. Diesmal wird die Fan-Unterstützung fehlen.
Januar 2020: Da duellierten sich die Dresdner Eislöwen um Kapitän Jordan Knackstedt (M.) mit den Frankfurtern vor 3719 Zuschauern und gewannen mit 4:3. Diesmal wird die Fan-Unterstützung fehlen.  © Eric Münch

Doch stattdessen herrscht auf den Rängen tote Hose, während es auf dem Eis zu 100 Prozent heiß her gehen wird...

"Es ist ein bisschen mehr Salz in der Suppe drin", meinte Eislöwen-Coach Andreas Brockmann (54) vor der Partie. Als Spitzenspiel will er es nicht verstehen wissen.

Dabei ist sein Team derzeit Dritter, die Frankfurter Zweiter und mit Blick auf den Kader der Aufstiegskandidat in der DEL2.

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Die Hessen haben viel Geld in die Hand genommen, damit ihr Traum von der DEL für die Saison 2022/23 wahr wird. Und gleichzeitig derzeit den klaren Wettbewerbsvorteil. Während Hessen am Donnerstag beschlossen hat, dass Fans unter 2G-Richtlinien in die Arena dürfen und so die Kasse der Löwen durch Zuschauer-Einnahmen (Schnitt 3800) und Catering gefüllt wird, hat Sachsen Geisterspiele angeordnet.

"Dabei sieht dies nicht mal das Bundesgesetz vor", haderte Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf. In Elbflorenz ist die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung bei 5,47. Erst ab sechs sieht das Bundesgesetz härtere Maßnahmen vor.

"Und wie die fehlenden Einnahmen kompensiert werden, ist derzeit unklar", so Walsdorf. "Wir haben die maximale Förderung vom Bund von 1,8 Millionen Euro bereits ausgeschöpft."

Bleibt zu hoffen, dass dies die Bemühungen der Dresdner, perspektivisch in die DEL zu kommen und dafür den Kader zusammenzustellen, nicht ausbremst. Der Ausgang des Spiels hat darauf keine Auswirkung, aber das Ziel ist klar: Gewinnen und die 2:10-Klatsche aus dem Februar vergessen machen.

Titelfoto: Eric Münch

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