Halle hat einen neuen Namen: Nur die Eislöwen gehen leer aus!

Dresden - Am gestrigen Freitag war's ein perfekter Tag für Peter Lames (57, SPD). Als Sportbürgermeister durfte er sich als Macher präsentieren und verkünden, dass der internationale Automobilzulieferer Joynext die Namensrechte für die Heimspielstätte der Dresdner Eislöwen (Magdeburger Straße) erworben hat.

Die Namensrechte für die EnergieVerbund Arena wurden neu vergeben.
Die Namensrechte für die EnergieVerbund Arena wurden neu vergeben.  © Holm Helis

Als Finanzbürgermeister freute er sich über das stolze Sümmchen für die Stadtkasse, wovon der Eishockey-Zweitligist allerdings nicht profitiert ...

"Es ist ein sehr ordentlicher mittlerer sechsstelliger Betrag", verriet Stavros Mitrakis (49), Geschäftsführer des namensgebenden Dresdner Unternehmens. Der Deal ist für die kommenden drei Jahre angelegt.

Was verspricht sich Joynext davon? Ganz einfach - Bekanntheit und über kurz oder lang neue Mitarbeiter. Die braucht das Softwareunternehmen, dass sich auf Navis für Passat, Golf und ID.3 sowie ID.4 spezialisiert hat.

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Während es gezielt die Bekanntheit der Eislöwen dazu nutzt, gehen die noch leer aus. Zuletzt kassierten sie von den Namensrechten einen fünfstelligen Betrag pro Jahr.

Lames: "Wir haben einen neuen Mietvertrag mit den Eislöwen, deshalb gehen die Einnahmen jetzt komplett an die Stadt."

Joynext-Boss Mitrakis schloss ein Sponsoring beim DEL2-Klub aber künftig nicht aus: "Wir geben gern etwas weiter, wenn's vorteilhaft für alle ist."

Titelfoto: Holm Helis

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