Löwen-Duell geht an Dresden! Keeper Schwendener: "Ich will mehr"

Dresden - "Vier Tore kassiert, das kratzt am Ego", haderte Eislöwen-Goalie Janick Schwendener nach dem 5:4-Heimsieg (1:1, 2:1, 2:2) gegen die Tölzer Löwen. "Klar, es sind wichtige drei Punkte, aber ich will mehr."

Eislöwe Vladislav Filin sorgte hier für eine kuriose Flugeinlage. Selbst stand er mehrfach frei vorm Tölzer Goalie Marco Wölfl
Eislöwe Vladislav Filin sorgte hier für eine kuriose Flugeinlage. Selbst stand er mehrfach frei vorm Tölzer Goalie Marco Wölfl  © Matthias Rietzschel

Recht hatte er. Zumal die Bayern mal wieder mit einem Minikader anreisen mussten. Lediglich elf Spieler samt zwei Goalies standen Coach Kevin Gaudet zur Verfügung.

Aber die, die im Tölzer Dress aufliefen, waren bissig und siegeshungrig. Philipp Schlager steht dafür. Er marschierte in der 3. Minute ins Dresdner Drittel, passte auf Grant Besse. Der machte das 0:1.

Diese Art der Gegentore brachte Schwendener auf: "Wir haben gegen so eine Mannschaft so ein knappes Spiel gebastelt. Ich finde das ungenügend. Wir sind viel zu weit weg vom Mann. Dürfen sie nie und nimmer so nah rankommen lassen."

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Seine Vorderleute mussten anfangs gar nicht so dicht vors gegnerische Tor.

Simon Karlsson (11./25./27.) brachte die Hausherren durch seine drei Schüsse von der blauen Linie mit 3:1 in Front. "Danach laufen wir alleine aufs Tor, machen aber nicht das 4:1, im Gegenzug fällt das 3:2", haderte Eislöwen-Coach Andreas Brockmann.

Tyler McNeely (30.) war's.

Janick Schwendener kassierte zu einfach die Gegentore, was an seinen Vorderleuten lag.
Janick Schwendener kassierte zu einfach die Gegentore, was an seinen Vorderleuten lag.  © Matthias Rietzschel
Simon Karlsson schoss drei Mal von der blauen Linie, dreimal war die Scheibe drin.
Simon Karlsson schoss drei Mal von der blauen Linie, dreimal war die Scheibe drin.  © Ronald Bonss

Im Schlussdrittel wurde es packend. Erst machte Timo Walther (41.) in Unterzahl das 4:2, aber Thomas Brandl (44.) und Ian Brady (45.) glichen aus. Am Ende war's wieder Kapitän Jordan Knackstedt (49.), der die Scheibe zum Sieg einnetzte. "Ich freue mich über die drei Punkte", meinte Brockmann trotzdem.

Der anschließend viel Zeit im Auto hatte, die Partie zu verarbeiten. Er reiste mal schnell heim zur Familie - bei Bad Tölz.

Titelfoto: Matthias Rietzschel

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