Nach Corona-Pause: Eislöwen-Verteidiger Suvanto ist heiß auf Rückkehr und will den Sieg

Dresden - Wie gefährlich das Coronavirus sein kann, das musste David Suvanto (27) schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Nicht zuletzt deshalb konnte der 27-Jährige in der abgelaufenen Saison nur 19 Partien für die Frankfurter Löwen bestreiten. Auf seine Rückkehr - diesmal im Dress der Dresdner Eislöwen - freut sich der Schwede heute.

David Suvanto (27) wagt den Blick wieder nach vorn. Nach seiner Corona-Erkrankung ist der Schwede happy heute gegen seinen Ex-Club wieder auf dem Eis stehen zu können.
David Suvanto (27) wagt den Blick wieder nach vorn. Nach seiner Corona-Erkrankung ist der Schwede happy heute gegen seinen Ex-Club wieder auf dem Eis stehen zu können.  © Lutz Hentschel

"Es wird schön sein, wenn ich zur Eishalle laufe und viele bekannte Gesichter sehe", glaubt Suvanto. "Sportlich wird's eine harte Aufgabe. Frankfurt hat in zwei der vier Partien kein Gegentor kassiert."

Die Hessen sind als Aufstiegs-Favorit in die Saison gegangen und dieser Rolle derzeit mehr als gerecht geworden. Das Torverhältnis ist 19:4, die Punktausbeute liegt mit zwölf bei 100 Prozent.

"Ihre Spielweise hat sich extrem verändert. Es ist ein extrem kanadischer Stil, mit extremem Forechecking und sehr körperbetont", so Eislöwen-Coach Andreas Brockmann (54). "Wir wollen aber trotzdem gewinnen. Dafür müssen wir vorm Tor des Gegners kaltschnäuziger sein."

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Die Bilanz spricht allerdings für die Gastgeber. Seit zwölf Heimspielen sind die Hessen gegen Dresden ungeschlagen. Ist die Serie lang genug, damit sie reißt?

Die Eislöwen-Fans können dies bei Frankfurtern und Kartoffelsalat in der Sportsbar Ostra (EnergieVerbund Arena) live am Bildschirm via SpradeTV verfolgen. Und vielleicht wird dies der Suvanto-Abend. Er bestritt sein letztes DEL2-Spiel für die Hessen am 26. Januar. Danach bekam er Corona.

"Nach zehn Tagen war der Test negativ, aber ich hatte Schmerzen in der Brust und Probleme mit dem Herzen." Das war so dramatisch, dass der Verteidiger "beim Meeting in der Kabine bewusstlos" wurde.

"Vier Monate hat es gedauert, bis ich wieder Vollgas geben konnte", berichtet der Blondschopf. Jetzt ist alles vergessen und sein Ziel klar: "Mit den Eislöwen erfolgreich zu sein."

Andreas Brockmann (54).
Andreas Brockmann (54).  © Ronald Bonss

Dass in der Dresdner Kabine schwedisch gesprochen wird, findet er klasse und "noch gibt's keine Strafe dafür", scherzt Suvanto. Der im übrigen sehr gut Deutsch versteht. Das hat er sich über YouTube selbst beigebracht.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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