Saison-Aus für Rupprich: Eislöwen unterliegen Bietigheim

Dresden - Emotionslos, mit hängenden Köpfen fuhren die Dresdner Eislöwen am Sonntag um 19.11 Uhr in ihre Kabine. Mit 2:6 (0:1, 0:2, 2:3) hatten sie ihr Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers verloren.

Mannschaftsarzt Lars Stephan stützte Roope Ranta beim Gang vom Eis nach dem Check.
Mannschaftsarzt Lars Stephan stützte Roope Ranta beim Gang vom Eis nach dem Check.  © Lutz Hentschel

"Wir hatten unsere Chancen, Tore zu schießen - gerade im ersten Drittel", sagte René Kramer nach der Partie. "Die haben wir nicht genutzt."

So kurz und knackig brachte es der Verteidiger, der wieder im Sturm agieren musste, auf den Punkt. Er versprach zwar, weiter um die Play-offs zu fighten, aber dieser Zug ist längst abgefahren.

Und ein Blick in die Loge der Eislöwen verriet auch warum. Da saßen allein drei Stürmer.

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Evan Trupp nach seiner tragischen Krebsdiagnose, der operierte Elvjis Biezais humpelte auf Krücken zu seinem Platz, und Steven Rupprich hatte seinen linken Arm in einer Schlinge.

"Schulterverletzung. Saison-Aus", hieß es nach der Schlusssirene. Dazu fehlte wieder Kapitän Jordan Knackstedt verletzt.

Und fast hätte sich noch Roope Ranta dem Lazarett angeschlossen.

Nach einem Check von Steelers-Stürmer Brett Breitkreuz lag der Finne lange auf dem Eis und verließ das gestützt von Teamarzt Lars Stephan. Im ersten Moment sah es tragisch aus, im zweiten nicht.

Steven Rupprich.
Steven Rupprich.  © Lutz Hentschel

Füchse nach 3:5-Pleite aus dem Playoff-Rennen

Die Eislöwen Thomas Supis (l.) und Lucas Flade (3.v.l.) versuchten, den Bietigheimer Robin Just vom Kasten des Dresdner Goalies David Miserotti-Böttcher wegzudrücken.
Die Eislöwen Thomas Supis (l.) und Lucas Flade (3.v.l.) versuchten, den Bietigheimer Robin Just vom Kasten des Dresdner Goalies David Miserotti-Böttcher wegzudrücken.  © Lutz Hentschel

Nur Sekunden nach dem Abgang war Ranta wieder auf der Bank zum Wechsel bereit.

Dadurch sah er das Tor von Riley Sheen (16.) zum 0:1. In der 23. Minute hatte Toni Ritter den Ausgleich auf der Kelle, zimmert den Puck aber an die Latte.

Norman Hauner (28.) machte es in Überzahl der Bietigheimer besser, Mac McKnight (31.) legte nach. Dennis Swinnen (43.) und Ritter (55.) trafen noch für die Löwen, Calvin Pokorny (45.), Hauner (56.) und C.J. Stretch (58.) für die Gäste.

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In Weißwasser verloren auch die Lausitzer Füchse das wichtige Duell um die Play-off-Plätze gegen die Heilbronner Falken mit 3:5 (0:0, 2:2, 1:3).


Thomas Reichel (33.), Luis Rentsch (35.) und Nick Ross (52.) erzielten die Treffer für die Hausherren, die jetzt zehn Punkte Rückstand auf Platz acht haben und wohl auch aus dem Rennen sind.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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