Ohne drei! Eislöwen planen neuen Kader, Rossi: "Haben viel Arbeit vor uns"

Dresden - "Wenn du das letzte Spiel gewinnst, hast du normalerweise einen Pokal in der Hand. Wo ist der?" Eislöwen-Coach Rico Rossi versuchte die aktuelle Situation mit einem zwinkernden Auge zu sehen. 
Eislöwen-Coach Rico Rossi (l.) greift in der kommenden Saison nicht mehr auf Dale Mitchell (M.) zurück. Der Stürmer geht nach Dänemark. 
Eislöwen-Coach Rico Rossi (l.) greift in der kommenden Saison nicht mehr auf Dale Mitchell (M.) zurück. Der Stürmer geht nach Dänemark.  © Lutz Hentschel

Das frühe Saison-Aus durch das Coronavirus ist für den Kanadier allerdings kein Grund, die Flucht aus Deutschland anzutreten.

"Wir haben viel Arbeit vor uns", meinte der 54-Jährige. Mit "wir" bezeichnete er den sportlichen Leiter Marco Stichnoth sowie Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf. 

Letzterer hat den beiden für die Kaderplanung den Etat aus der Vorsaison zugesagt. Mit dem Geld muss das sportliche Duo die neue Mannschaft aufstellen.

"Klar ist, dass drei Spieler die Eislöwen verlassen", so Stichnoth. "Timo Walther geht nach Nürnberg in die DEL. Sebastian Zauner will in die österreichische EBEL-Liga und sich für die dortige Nationalmannschaft empfehlen. Dale Mitchell geht zurück nach Dänemark, weil seine Frau da arbeiten kann." 

Mit den Spielern, die laufende Verträge für die kommende Saison haben, will der sportliche Leiter die Kontrakte "beleuchten", die Spieler bewerten und schauen, ob sie in die kommende Struktur passen.

Dresdner Eislöwen waren in den letzten 35 DEL2-Spielen eine Top-Vier-Mannschaft!

Wenn Timo Walther (l.) und Sebastian Zauner am Sonntag gewusst hätten, dass nach dem Sieg über Nauheim die Saison gelaufen ist, hätten sie sich anders von den Fans verabschiedet.  
Wenn Timo Walther (l.) und Sebastian Zauner am Sonntag gewusst hätten, dass nach dem Sieg über Nauheim die Saison gelaufen ist, hätten sie sich anders von den Fans verabschiedet.  © Lutz Hentschel

Gerade mit den Ausländern müssen die Gespräche schnell über die Bühne gehen, sie wollen heim. Bei Stürmer Petr Pohl war's ganz eilig.

"Er musste nach Miami", erklärt Stichnoth. Die USA hatten parallel erklärt, dass sie für Europäer die Grenzen zu machen. 

Allerdings ist seine Frau schwanger und da wollte der 33-Jährige bei ihr sein. 

Somit organisierten die Eislöwen schnell einen Flug und klären die Vertragsmodalitäten.

Auch ohne Pokal fiel Rossis Saison-Fazit gar nicht schlecht aus: "In den letzten 35 Spielen waren wir eine Top-Vier-Mannschaft. Klar, die Konstanz war unser Problem, aber die letzten Wochen haben gezeigt, dass mehr im Team gesteckt hat."

Die Spielweise für die kommende Saison soll offensiv sein, aber defensiv deutlich geordneter.

Die Fans dürfen gespannt sein, wenn am 11. September hoffentlich die neue DEL2-Spielzeit beginnt ... 

Titelfoto: Lutz Hentschel

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