Wölfe ergattern bei den Eislöwen zwei Punkte: Mrazek stark, Rest schwach!

Dresden - Vor einem Jahr trainierte Robert Hoffmann in Dresden noch den Nachwuchs. Am Sonntag stand er als Chefcoach des EHC Freiburg hinter der Bande und strahlte, nachdem seine Wölfe zwei Punkte aus Elbflorenz entführt hatten...

Freiburgs Coach Robert Hoffmann konnte zufrieden mit den zwei Punkten sein.
Freiburgs Coach Robert Hoffmann konnte zufrieden mit den zwei Punkten sein.  © Matthias Rietschel

"Ich bin sehr, sehr zufrieden", gestand der einstige Publikumsliebling der Dresdner Eislöwen mit etwas Genugtuung. "Das war ein gutes Spiel meiner Mannschaft."

Dies konnte sein Kollege Andreas Brockmann von seinem Team gar nicht behaupten. Die 3:4-Pleite (2:2, 0:1, 1:0) nach Penaltyschießen tat ihm richtig weh.

"Gerade, weil wir am Samstag lange Videos analysiert haben und besser verteidigen wollten", so der Coach. Doch gleich nach 28 Sekunden zappelte die Scheibe im Dresdner Kasten.

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Simon Danner hatte sie im Gewühl versenkt. "Ich spreche Bayrisch und Englisch - vielleicht brauche ich noch einen Dolmetscher", so der 54-Jährige sauer.

Zum Glück glich Johan Porsberger nach gespielten 114 Sekunden aus, aber Marcel Kurth (17.) brachte die Gäste bei 3:5-Unterzahl der Dresdner in Front.

Wenige Sekunden vor der ersten Pause schlug die Stunde von Matej Mrazek. Der Youngster reagierte nach einem Wölfe-Fehlpass bei Dresdner Unterzahl blitzschnell.

Vor Eislöwen-Coach Andreas Brockmann liegt noch viel Arbeit.
Vor Eislöwen-Coach Andreas Brockmann liegt noch viel Arbeit.  © Matthias Rietschel
Matej Mrazek (2.v.l) hatte nach einem Konter das 2:2 erzielt.
Matej Mrazek (2.v.l) hatte nach einem Konter das 2:2 erzielt.  © Matthias Rietschel

EHC Freiburg siegt bei den Dresdner Eislöwen nach Penaltyschießen

Jordan Knackstedt.
Jordan Knackstedt.  © Ronald Bonss

"Ich habe die freie Scheibe gesehen, gemerkt, dass keiner bei mir ist und bin marschiert", so Mrazek. Der kaltschnäuzig über die Fanghand von Patrik Cerveny ins Tor traf. Geil!

"Der Junge ist stark", lobte Hoffmann. "Er hat einen Riesenschritt gemacht, der bekommt gleich ein Vertragsangebot von mir."

Da hat Brockmann was dagegen. Der Eislöwen-Coach ist froh, so einen bissigen, willigen Spieler zu haben: "Es ist schon bezeichnend, dass er jedes Mal der beste Spieler bei uns ist."

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Denn während die Dresdner eine 5:3-Überzahl nicht nutzen konnten, traf Calvin Pokorny (35.) zur erneuten Freiburger Führung.

46 Sekunden nach der letzten Pause glich Jordan Knackstedt zwar wieder aus. Aber trotz Überlegenheit, die Scheibe wollte nicht ins Wölfe-Tor. Selbst im Penaltyschießen schaffte es kein Dresdner.

Besser machte es Pokorny, der Janick Schwendener überlistete und den Sieg eintütete.

Titelfoto: Matthias Rietschel

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