Deal perfekt! Audi macht Formel-1-Einstieg offiziell

Ingolstadt - Der Formel-1-Einstieg von Audi zur Saison 2026 ist perfekt - allerdings zunächst nur als Motorenhersteller!

Audi wird ab der Saison 2026 als Motorenhersteller ein Teil der Formel 1.
Audi wird ab der Saison 2026 als Motorenhersteller ein Teil der Formel 1.  © Julian Stratenschulte/dpa

Dies gab das Unternehmen aus Ingolstadt am Freitagmorgen im Rahmen einer Pressekonferenz in Spa-Francorchamps bekannt, wo am Sonntag (15 Uhr) der Große Preis von Belgien ausgetragen wird.

"Es ist wahrhaft ein ganz besonderer Moment: Wir starten 2026 in der Formel 1", sagte Audi-Vorstandschef Markus Duesmann (53): "Audi hat sich offiziell eingeschrieben." Der Hybrid-Antrieb entsteht demnach am Neuburg an der Donau.

An der Pressekonferenz in Belgien nahmen neben Duesmann und Oliver Hoffmann (45), Audi Vorstand Technische Entwicklung, auch Mohammed bin Sulayem (60), Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, sowie der aktuelle Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali (57) teil.

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"Es ist ein großartiger Tag für den Sport", sagte Domenicali im Zuge der Verkündung. Der Italiener selbst war zwischen den Jahren 2016 und 2020 als Geschäftsführer der Audi-Tochter Lamborghini tätig.

Beim Audi-Einstieg als Motorhersteller dürfte es aber nicht bleiben.

Der Konzern hatte nach Bekanntwerden seiner F1-Ambitionen das Interesse vieler kleinerer Rennställe geweckt, etwa mit Aston Martin und Williams Gespräche über eine Zusammenarbeit geführt. Das Rennen soll aber der Schweizer Sauber-Rennstall gemacht haben, der derzeit wegen eines Namenssponsorings als Alfa Romeo in den Startlisten steht.

Audi hatte für Formel-1-Engagement grundlegende Veränderungen in der Königsklasse formuliert

Markus Duesmann (53) ist vom Engagement überzeugt.
Markus Duesmann (53) ist vom Engagement überzeugt.  © Peter Kneffel/dpa

Am Einstieg der Volkswagen-Tochter hatte es seit Monaten kaum noch Zweifel gegeben, allerdings wurde erwartet, dass sich zunächst die Schwester Porsche zum F1-Engagement bekennen würde.

Laut zuletzt in Marokko öffentlich gewordenen Dokumenten hat der Sportwagenbauer 50 Prozent des Red-Bull-Teams des derzeitigen Weltmeisters Max Verstappen (24) erworben. Eine Verkündung dieser Partnerschaft steht allerdings noch aus.

Nach einer monatelang dauernden Hängepartie verabschiedete der Motorsport-Weltrat am 16. August das Regelwerk ab 2026. Die Motoren sollen dann günstiger, relevanter für die Serienproduktion und nachhaltiger werden, dies waren von Audi und Porsche deutlich formulierte Voraussetzungen.

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"Mit dem neuen Reglement ist für uns genau jetzt der richtige Zeitpunkt für den Einstieg. Denn die Formel 1 und Audi verfolgen beide eindeutige Nachhaltigkeitsziele", sagte Duesmann am Freitag.

Ein Teil des Energierückgewinnungssystems, der Hitze-Umwandler MGU-H, wird dann wegfallen.

Der Elektromotor wird dennoch eine größere Bedeutung haben, erstmals liefert er dieselbe Kraft wie der V6-Verbrenner, insgesamt sollen mehr als 1000 PS erreicht werden. Zudem hat die Königsklasse des Motorsports ab der entsprechenden Saison 2026 den Einsatz von synthetischem, zu 100 Prozent nachhaltigen Kraftstoff angekündigt.

Erstmeldung 9.37 Uhr, letzte Aktualisierung: 9.48 Uhr

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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