Formel 1: So emotional war Vettels letztes Rennen!

Abu Dhabi (V.A.E.) - Danke Seb! Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (35) hat am gestrigen Sonntag beim Großen Preis von Abu Dhabi nach 16 Jahren und 299 Grand-Prix seine Karriere beendet.

Ein großer Sportsmann hat die Motorsport-Bühne verlassen! Sebastian Vettel (35) hat am Sonntag seine Karriere beendet.
Ein großer Sportsmann hat die Motorsport-Bühne verlassen! Sebastian Vettel (35) hat am Sonntag seine Karriere beendet.  © James Gasperotti/ZUMA Press Wire/dpa

Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Heppenheimers. Immerhin ist er bis heute der jüngste Formel-1-Weltmeister und nach Michael Schumacher (53) der erfolgreichste deutsche Rennfahrer in der Geschichte.

Für den ersten Gänsehaut-Moment am Wochenende sorgte Papa Norbert Vettel (63) bereits am Freitag, als er seinem Sohn seinen ersten Rennanzug aus Kart-Zeiten in die Garage hing. Vettel jr. wirkte davon sichtlich gerührt.

Mit einem Kampfgeist wie in den Hochjahren seiner Karriere kämpfte sich Vettel dann im Qualifying am Samstag sogar in die Top-10.

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Am Rennsonntag zeigten die Formel 1 samt Fahrer dann ihre große Dankbarkeit und Anerkennung für Vettel und all das, was er für den Sport getan hat. Der 35-Jährige galt immer als Sprachrohr der Piloten, der sich vor allem beim Themen wie Sicherheit und faire Behandlung sehr für die Wettstreiter eingesetzt hat.

In einer Videobotschaft verabschiedeten sich alle übrigen 19 Fahrer vom viermaligen Weltmeister.

Schumacher: "Er ist wie ein Papa für mich" - Alonso mit rührender Geste!

Gänsehaut-Moment! Papa Norbert Vettel (63, hi.) nahm vor dem Rennen seinen Sohn Sebastian (35) nochmal fest in den Arm!
Gänsehaut-Moment! Papa Norbert Vettel (63, hi.) nahm vor dem Rennen seinen Sohn Sebastian (35) nochmal fest in den Arm!  © IMAGO/HochZwei

Während Fernando Alonso (41) und Lewis Hamilton (37) mit großer Überzeugung davon sprachen, dass Vettel eines Tages auf das Grid zurückkehren wird, fand Mick Schumacher (23), der vorerst ebenfalls sein letztes Rennen in der Formel 1 absolvierte, bewegende Worte für Vettel.

"Er ist wie ein Papa für mich, in gewisser Weise", sagte der 23-Jährige. Vettel galt als Mentor von Schumacher, der ihn vor allem auch in der Öffentlichkeit immer wieder in Schutz nahm, wenn es besonders vom Ex-Team Haas keine Rückendeckung für Schumi jr. gab.

Emotional wurde es dann auch nochmals vor dem Rennbeginn. Auf dem Weg zur Nationalhymne standen die Fahrer und ehemaligen Kollegen von Red Bull und Ferrari Spalier für den 35-Jährigen.

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Als Papa-Vettel wenig später seinen Sohn vor dem Rennen kräftig in den Arm nahm, flossen die ersten Tränen. Sowohl er als auch sein Sohn wirkten von der Situation sichtlich berührt.

Kurz vor dem Start kam dann Weltmeister und ehemaliger Rivale Alonso zu Vettel ans Auto. "Genieße dein letztes Rennen und mache dir in der ersten Runde keine Sorgen um mich. Ich werde dich nicht attackieren", sagte der 41-Jährige - Gänsehautmoment und eine große Geste des Spaniers!

Am Ende des Rennens in Abu Dhabi holte sich Vettel noch einmal einen Punkt.
Am Ende des Rennens in Abu Dhabi holte sich Vettel noch einmal einen Punkt.  © AFP/Karim Sahib

Zum Rennen selbst: Bei seinem letzten Grand Prix verpatzte Vettel-Team Aston Martin gewaltig die Strategie und holte den Weltmeister viel zu spät zum Boxenstopp. Statt einem Platz unter den Top-Sechs musste sich der Deutsche mit dem zehnten Platz zufriedengeben, feierte aber immerhin noch einen Punktgewinn bei seinem letzten Rennen.

Ein großer Sportsmann hat die Bühne des Motorsports verlassen. Die Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass ein Comeback nicht im Bereich des Unmöglichen liegt. Vielleicht macht Vettel es ja wie sein großes Idol Michael Schumacher, der drei Jahre nach seinem Karriereende doch nochmal auf die große Formel-1-Bühne zurückkehrte.

Titelfoto: James Gasperotti/ZUMA Press Wire/dpa

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