Hamilton holt Formel-1-Sieg im letzten Moment

Sotchi - Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (36, Mercedes) hat den Großen Preis von Russland gewonnen.

Lando Norris (21, McLaren) führte den Großteil des Rennens. Am Ende ging seine Strategie aber nicht auf.
Lando Norris (21, McLaren) führte den Großteil des Rennens. Am Ende ging seine Strategie aber nicht auf.  © dpa/AP/Sergei Grits

Mit seinem 100. Grand-Prix-Sieg ist Lewis Hamilton im Nieselregen von Sotschi spektakulär zurück an die Formel-1-Spitze gerast. Der Mercedes-Superstar fing am Sonntag nach einem späten Reifenwechsel kurz vor Schluss noch den lange Zeit führenden McLaren-Fahrer Lando Norris (21) ab und bejubelte beim Großen Preis von Russland den nächsten Meilenstein seiner Ausnahme-Karriere.

Hinter dem 36-Jährigen wurde Titel-Herausforderer Max Verstappen (23, Red Bull), der wegen eines Motorenwechsels von ganz hinten starten musste, danke einer famosen Aufholjagd noch Zweiter. Rang drei ging an Ferrari-Fahrer Carlos Sainz (27).

Bei noch sieben ausstehenden Rennen führt Hamilton nun hauchdünn mit zwei Punkten vor Verstappen und hat wieder beste Chancen auf seinen achten Fahrertitel.

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Ex-Weltmeister Sebastian Vettel (34) kam im Aston Martin nur auf Rang zwölf und verpasste das vierte Mal nacheinander die Punkteränge. Mick Schumacher (22) schied nach etwas mehr als der Hälfte wegen eines Defekts an seinem Haas-Auto aus.

Hamilton war als großer Favorit in die Qualifikation gegangen, wurde dieser Rolle durch eigene Fehler aber nicht gerechnet und konnte so nur vom vierten Platz loslegen. Beim Start fiel er sogar auf Rang sieben zurück, während sich Sainz sofort die Führung holte. Der Spanier hatte in einem verrückten Qualifying den zweiten Platz hinter Pole-Mann Norris belegt. Das Duo hielt sich zu Beginn ebenso vorne wie Williams-Supertalent George Russell (23) als Dritter.

Lewis Hamilton (36, Mercedes) holte sich den Sieg in Sotchi.
Lewis Hamilton (36, Mercedes) holte sich den Sieg in Sotchi.  © dpa/AP/Sergei Grits

Nach seiner Motorenstrafe musste sich Verstappen mühsam nach vorne arbeiten. Als 20. war der siebenmalige Saisonsieger auf den Hochgeschwindigkeitskurs gegangen. Überholmanöver sind in Sotschi schwierig, trotzdem nutzte Verstappen seinen überlegenen Wagen gekonnt, um schnell Plätze gutzumachen.

Genau wie der Niederländer wechselten unter anderem auch Vizeweltmeister Valtteri Bottas (32) im Mercedes und Ferrari-Star Charles Leclerc (23) ihren Motor und wurden bestraft, weil sie schon mehr als drei Antriebe verwendet haben.

Titelfoto: dpa/AP/Sergei Grits

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