Schumi-Sohn ist sauer: Zoff in Team Haas!

Zandvoort - Dicke Luft im US-amerikanischen Motorsportteam Haas! Mick Schumacher (22) fuhr nicht nur als Letzter ins Ziel, sondern hatte erneut Ärger mit seinem Teamkollegen Nikita Mazepin (22).

Aufgesetztes Lächeln: Mick Schumacher (22) ist genervt von seinem Rennstall.
Aufgesetztes Lächeln: Mick Schumacher (22) ist genervt von seinem Rennstall.  © James Gasperotti/ZUMA Wire/dpa

Dem Sohn von Formel 1-Legende Michael Schumacher (52) hat der Große Preis der Niederlande ziemlich die Laune verdorben. Nicht nur, dass er als 18. und somit Letzter ins Ziel rollte, auch sein Kollege bereitete ihm einige Sorgen.

Der hatte ihn nämlich gleich in der ersten Runde mit einem harten Manöver fast von der Strecke gedrängt, anschließend war der Frontflügel des deutschen Starters beschädigt.

Was folgte war eine Fahrt in die Box, um das kaputte Teil auszutauschen. Danach hatte der in der Schweiz geborene Schumacher keine Chance mehr auf eine bessere Platzierung: Er blieb abgeschlagen Letzter und fuhr am Ende mit ganzen drei Runden Rückstand zu Gewinner Max Verstappen (23) ins Ziel.

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"Ich bin auch heute sehr sauer. Ich habe heute nichts über den Funk gesagt, weil es auch in Baku keinen Sinn gemacht hat. Es ist einfach schade. Er hat mein Rennen kaputt gemacht, da mein Frontflügel kaputt war und ich in die Box kommen musste", meinte Mick nach dem Rennen.

Der Russe zog in Baku beim Großen Preis von Aserbaidschan nämlich ein ganz ähnliches Manöver durch und drängte seinen Teamkollegen mit fast 300 km/h in die Mauer. Auch vorher war der Moskauer schon durch seine gefährliche Fahrweise auffällig geworden.

Nikita Mazepin fiel schon mehrfach durch unrühmliche Aktionen auf

Auf Abstand: zwischen Mick Schumacher (22, l.) und Nikita Mazepin (22) ist die Stimmung eisig.
Auf Abstand: zwischen Mick Schumacher (22, l.) und Nikita Mazepin (22) ist die Stimmung eisig.  © Francois Nel/Pool Getty/AP/dpa

Und nicht nur das: 2016 schlug er seinem damaligen Formel 3-Kollegen Callum Ilott (22) ins Gesicht und wurde daraufhin für ein Rennen gesperrt, vergangenes Jahr sorgte seine Grapsch-Aktion auf Instagram für Aufsehen.

"Es war gefährlich. Wenn ich in die Mauer an der Boxengasse fahre, geht das Auto hoch in die Luft und vielleicht auf die Zuschauer oder weiß der Teufel, was da passieren kann. Wir fahren da 280 km/h", so die Einschätzung des Schumi-Sohns über das Manöver in Zandvoort.

Und Schumachers Teamkollege? Der hat laut eigener Aussage nichts falsch gemacht. "Ich bin vorne geblieben, habe mich an die Regeln gehalten und einen guten Job gemacht." Auf die Nachfrage, ob man innerhalb des Teams Rücksicht nehmen sollte, fügte er an: "Das spielt keine Rolle, ich muss vor jedem anderen Fahrer bleiben."

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Die Stimmung im Rennstall ist schlecht, die beiden Haas-Fahrer finden kaum noch freundliche Worte füreinander. Eine neue Situation, zumindest für den deutschen Formel 2-Meister.

"So eine Situation hatte ich teamintern noch nie. Das ist Neuland für mich." Viel gebracht hat es Mazepin übrigens nicht. Der Unruhestifter hatte nach 43 Runden Hydraulik-Probleme und konnte das Rennen nicht beenden.

Titelfoto: James Gasperotti/ZUMA Wire/dpa

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