Wahnwitzige Idee? Red Bull plante Corona-Ansteckungs-Camp für die Piloten!

Wien - Der Formel-1-Rennstall Red Bull Racing, hat in der Saisonvorbereitung eine schier wahnwitzige Idee: Demnach war geplant, dass sich alle Fahrer mit dem Coronavirus infizieren, damit alle zum Saisonauftakt fit seien.

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko (76).
Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko (76).  © Xavier Bonilla/gtres/dpa

Das hat Red-Bull -Motorsportberater Helmut Marko gegenüber "der Standard" bestätigt. "Das ist nur im kleinen Kreis besprochen worden", so Marko gegenüber dem Blatt.

Die Idee, die Fahrer aktiv in eine Infektion zu treiben, sei jedoch dann "nicht positiv aufgenommen worden", so der 76-Jährige weiter.

Corona-Camp für die Piloten!

Der Hintergrund der Idee: Man wolle die Fahrer immunisieren und einer möglichen Infizierung während der Saison vorbeugen. 

Für Marko "wäre es natürlich ideal", wenn es in genau im rennfreien Zeitrahmen zu einer Infektion käme. "Die Idee war, dass wir ein Camp veranstalten, wo wir diese doch etwas tote Zeit geistig und körperlich überbrücken." 

Jedoch habe man diese "Idee" des Corona-Camps schließlich wieder verworfen.

Hatte Helmut Marko bereits selbst Corona? 14 Fahrer sollten ins Corona-Camp

Der Niederländer Max Verstappen von Red Bull Racing. Wie der 22-Jährige die Idee wohl fand?
Der Niederländer Max Verstappen von Red Bull Racing. Wie der 22-Jährige die Idee wohl fand?  © EPA/STEPHANIE LECOCQ

Marko selbst zählt aufgrund seines Alters zur Risikogruppe, hält es indes jedoch für möglich, das Virus bereits gehabt und überstanden zu haben. 

"Ich hatte im Februar, wie ich dachte, eine schwere Verkühlung. Die Symptome würden mit Corona übereinstimmen. Das war etwas, das ich bis dato in dieser Intensität noch nie hatte", so Marko.

Der Plan, die Fahrer anzustecken, hält er nach wie vor für nicht sonderlich gefährlich. 

"Das sind alles junge, starke Männer, die fit sind. Damit wäre man dann, wann immer es losgeht, gerüstet, und man kann für eine wahrscheinlich sehr harte WM, wenn sie einmal beginnt, gerüstet sein."

Konkret hätte es die Fahrer Max Verstappen und Alexander Albon vom Rennstall Red Bull Racing sowie Pierre Gasly und Daniil Kvyat von Scuderia Alpha Tauri getroffen. 

Darüber hinaus wären noch zehn Nachwuchs-Fahrer mit eingeplant gewesen für das Camp.

Formel-1-Saison sollte ursprünglich am 5. März starten

Abschluss der Testfahrten vor der neuen Saison: Alexander Albon aus Thailand vom Team Red Bull Racing steuert sein Auto bei einer Testfahrt über die Rennstrecke.
Abschluss der Testfahrten vor der neuen Saison: Alexander Albon aus Thailand vom Team Red Bull Racing steuert sein Auto bei einer Testfahrt über die Rennstrecke.  © Joan Monfort/AP/dpa

Der Start in die neue Formel 1 Saison wird immer weiter nach hinten verschoben. Aktuell ist der Auftakt für den 14. Juni in Kanada geplant. 

Ob dieser stattfinden wird, ist jedoch nach momentanem Stand nicht wirklich abzusehen. Auch dazu hat Marko eine exklusive Meinung.

Im Hinblick auf das österreichische Heimrennen in Spielberg, welches am 5. Juli steigen soll, dämpft er die Vorfreude. 

Die aus seiner Sicht überzogenen Lock-down-Maßnahmen, würden die Realisierung dieses Sport-Events massiv erschweren.

Für eine WM braucht es offene Grenzen, die sind jedoch derzeit nicht wirklich realistisch. "Inwieweit in den einzelnen Ländern das Virus dann unter Kontrolle ist, ist wirklich schwer abzusehen", so der Österreicher.

Ursprünglich sollte die Formel-1-Saison bereits am 15. März 2020 im australischen Melbourne starten.

+++ Alle Infos im Coronavirus-Liveticker +++

Titelfoto: Xavier Bonilla/gtres/dpa ; EPA/STEPHANIE LECOCQ ; Joan Monfort/AP/dpa

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