Will Daimler aus der Formel 1 aussteigen?

Stuttgart - Der Daimler-Konzern will entgegen hartnäckiger Spekulationen um einen bevorstehenden Ausstieg auch in Zukunft mit dem Mercedes-Team in der Formel 1 starten.

Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix der Toskana, Rennen, Autodromo Internazionale del Mugello: Sieger Lewis Hamilton aus Großbritannien vom Team Mercedes springt nach dem Rennen aus seinem Fahrzeug.
Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix der Toskana, Rennen, Autodromo Internazionale del Mugello: Sieger Lewis Hamilton aus Großbritannien vom Team Mercedes springt nach dem Rennen aus seinem Fahrzeug.  © Luca Bruno/Pool AP/dpa

"Wir gehen weiter mit dem Team, und das wird auch ein Mercedes-Team sein. Wir haben nicht vor, da rauszugehen", sagte ein Daimler-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur vor dem Großen Preis von Russland am Wochenende. Zuletzt hatten sich im Fahrerlager Gerüchte gehalten, der Autobauer bereite einen Verkauf des Teams und damit möglicherweise einen Rückzug aus der Rennserie vor.

Als potenzieller Käufer wurde der Chemiekonzern Ineos genannt, der bereits Sponsor des Weltmeister-Rennstalls ist. Ein solches Geschäft hatte zuletzt bereits Mercedes-Teamchef Toto Wolff bestritten. 

Der Vertrag des Österreichers läuft allerdings ebenso am Saisonende aus wie der von Superstar Lewis Hamilton. Doch auch hier betonte der Daimler-Sprecher den Willen zur weiteren Zusammenarbeit: "Wir machen auch mit den gleichen Leuten weiter: Lewis, Valtteri und Toto."

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Mit Hamilton-Teamkollege Valtteri Bottas hatte sich das Team bereits auf einen weiteren Einjahresvertrag für 2021 geeinigt. Dagegen ziehen sich die Verhandlungen mit Hamilton schon seit einiger Zeit hin. Auch Wolff ist noch nicht fix gebunden. Der 48-Jährige, der auch 30 Prozent der Anteile am Mercedes-Team hält, hatte zuletzt signalisiert, über eine Veränderung seiner Rolle nachzudenken.

"Wir haben nicht vor, einen anderen Teamchef zu haben", sagte der Daimler-Sprecher. Wolff führt den Rennstall seit Anfang 2013. Seit 2014 hat Mercedes stets Fahrer- und auch Teamwertung gewonnen. Möglich ist, dass Wolff in der Hierarchie weiter aufsteigt und Teile seiner Teamchef-Pflichten an der Rennstrecke abtritt.

Titelfoto: Luca Bruno/Pool AP/dpa

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