Betrug bei Sachsenpokal-Auslosung? Jetzt äußert sich der Verband

Leipzig - Geschummelt oder nicht? Der Sächsische Fußballverband (SFV) hat die Betrugsvorwürfe bei der Auslosung zum Sachsenpokal-Viertelfinale entschieden zurückgewiesen.

Markus Röder (M.) von Sachsenpokal-Sponsor Wernesgrüner zog den Gegner der BSG Chemie Leipzig den FSV Zwickau, hatte davor aber möglicherweise eine andere Kugel in der Hand.
Markus Röder (M.) von Sachsenpokal-Sponsor Wernesgrüner zog den Gegner der BSG Chemie Leipzig den FSV Zwickau, hatte davor aber möglicherweise eine andere Kugel in der Hand.  © Sächsischer Fußballverband

Was war passiert? Am Montagnachmittag wurden in der Sportschule "Egidius Braun" in Leipzig-Abtnaundorf die Paarungen des Viertel- und Halbfinals im Sächsischen Landespokal gezogen.

Neben dem Landespokal-Staffelleiter Ulrich Günther und dem Vorsitzenden des Spielausschusses, Volkmar Beier, war auch Markus Röder vom Pokalsponsor Wernesgrüner vor Ort. Röder fungierte als Losfee.

Nach der zuerst gezogenen Kugel, aus der die BSG Chemie Leipzig hervorkam, nahm Röder die zweite Kugel, legte sie aber danach wieder in den Lostopf, mischte neu und zog wieder eine Kugel. Diesmal die des FSV Zwickau.

Kein Problem und erst recht kein Betrug, sagt der SFV in einer Stellungnahme am Dienstag!

Durch die mediale Aufmerksamkeit sei die Nervosität bei allen Beteiligten gestiegen. "Bei genauerer Betrachtung der Szene wird deutlich, dass unsere 'Losfee' Markus Röder alles richtig machen wollte und die Kugel instinktiv wieder zurückgelegt hat, als er bemerkte, dass die Kamera noch nicht beim Lostopf war", heißt es dort.

Die Situation sei "durchaus unglücklich, rechtlich aber absolut unbedenklich" gewesen.

"Wir versichern, dass Markus Röder in dieser Szene im Affekt gehandelt hat. Aus diesem Grund ist auch unser Vizepräsident für Recht und Satzungsfragen, Jörg Gernhardt, zu dem Schluss gekommen, dass eine neue Auslosung nicht notwendig ist."

Alle Begegnungen im Viertel- und Halbfinale des Wernesgrüner Sachsenpokals

Der Sachsenpokal-Sieger wird voraussichtlich am 29. Mai am "Finaltag der Amateure" ermittelt. Er wird in der Saison 2021/22 im DFB-Pokal antreten.
Der Sachsenpokal-Sieger wird voraussichtlich am 29. Mai am "Finaltag der Amateure" ermittelt. Er wird in der Saison 2021/22 im DFB-Pokal antreten.  © Picture Point/Gabor Krieg

Folgende Partien waren am Montag gezogen worden:

Der 1. FC Lokomotive Leipzig hatte ein Freilos erhalten.

Im Halbfinale treffen die Probstheidaer auf den Sieger der Partie Bischofswerda gegen Dynamo. Im zweiten Halbfinale treten Chemie oder Zwickau gegen den CFC oder Auerbach an.

Die Viertelfinals sind für den 1. Mai geplant, Anstoß ist voraussichtlich um 12.05 Uhr. Das Sachsenpokal-Endspiel ist für den 29. Mai, den sogenannten "Finaltag der Amateure", vorgesehen.

Titelfoto: Sächsischer Fußballverband

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