"Abgrund gesehen": Felix Magath spricht über Beinahe-Depression als Schalke-Trainer

Berlin - Felix Magath war in seiner Zeit als Fußball-Trainer nach eigenen Worten "wahrscheinlich" einmal "am Rande einer Depression".

Felix Magath (66) zu seiner schweren Zeit: "Heute stehst du nicht auf und bleibst liegen. Mir war alles einfach zu viel"
Felix Magath (66) zu seiner schweren Zeit: "Heute stehst du nicht auf und bleibst liegen. Mir war alles einfach zu viel"  © Kay Nietfeld/dpa

Im Frühjahr 2011 habe er ein halbes Jahr beim FC Schalke 04 hinter sich gehabt, in dem er ständig öffentlich kritisiert worden sei, sagte der 66-Jährige dem Magazin "Bunte". 

Zudem habe er schlechte Resultate alleine verantworten müssen.

"Das hat mir stark zugesetzt - das muss ich heute gestehen. Am Ende war ich froh, als sich der Verein von mir getrennt hat. Bei einem damals besseren Verständnis hätte ich wahrscheinlich mit psychologischer Betreuung die Situation anders verarbeiten können", sagte Magath im Rückblick. 

Er sei morgens aufgewacht und habe gedacht: "Heute stehst du nicht auf und bleibst liegen. Mir war alles einfach zu viel. Damals habe ich einen tiefen Abgrund gesehen und um ein Haar wäre ich hineingefallen. Rückblickend muss ich sagen: Das war knapp. Ich bin überzeugt, dass mich einzig meine Familie davor
bewahrt hat, krank zu werden."

Magath Mitgesellschafter einer Privatklinik

Magath wurde als Trainer unter anderem mit dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg deutscher Meister. Mehrfach war er wie auch bei Schalke als Coach und Manager in Personalunion tätig.

Zuletzt stand er als Trainer bis 2017 bei dem chinesischen Verein Shandong Luneng Taishan unter Vertrag.

Dem Bericht zufolge ist Magath Mitgesellschafter der Privatklinik P3 für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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