Magdeburg rettet sich im Abstiegskracher in Kaiserslautern mit Traumtor einen Punkt!

Kaiserslautern - Kein Sieger im Abstiegsgipfel! Der 1. FC Kaiserslautern und 1. FC Magdeburg haben am 10. Spieltag der 3. Liga nur 1:1 (0:0)-Unentschieden gespielt. Ein Ergebnis, das beiden Teams nicht wirklich weiterhilft, sich nach der Partie aber für die Gäste deutlich besser anfühlt.

Marvin Pourie (2.v.r.) befindet sich momentan in blendender Verfassung. Der FCK-Stürmer traf in den vergangenen fünf Spielen satte vier Mal. (Archivbild)
Marvin Pourie (2.v.r.) befindet sich momentan in blendender Verfassung. Der FCK-Stürmer traf in den vergangenen fünf Spielen satte vier Mal. (Archivbild)  © Picture Point / Gabor Krieg

Die Tore im Fritz-Walter-Stadion erzielten Marvin Pourie zum 1:0 für die Hausherren (48.) und Andreas Müller zum 1:1 für Magdeburg (55.).

FCK-Coach Jeff Saibene setzte auf dieselbe Mannschaft, die beim FSV Zwickau mit 2:1 gewonnen hatte. 

FCM-Trainer Thomas Hoßmang stellte nach dem 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern München II hingegen auf zwei Positionen um. Tobias Müller (nach abgelaufener Rotsperre) und Kai Brünker ersetzten den verletzten Maximilian Franzke (Sehnenanriss) und Daniel Steininger (Bank). 

Die Partie begann verhalten, weil beide Teams vor allem darauf aus waren, eigene Fehler zu vermeiden. So entsprang die erste gute Chance einem Standard.

Diesen trat Lauterns Marlon Ritter halbhoch in die Mitte, wo Daniel Hanslik das Leder mit dem Hinterkopf aufs Tor beförderte, weshalb Magdeburgs Keeper Morten Behrens erstmals eingreifen musste, aber sicher zupackte (11.). Davon abgesehen ließ vor allem der FCM die Kugel ohne Raumgewinn durch die eigenen Reihen zirkulieren. Die Roten Teufel waren da zielstrebiger, kamen aber noch nicht entscheidend zum Abschluss.

Der jeweils schlechte Saisonstart war beiden Teams auf jeden Fall deutlich anzumerken. Den Spielern fehlte das Selbstverständnis und das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, weshalb es nur wenige echte Torraumszenen gab. Oft mangelte es beim letzten Pass an Präzision, Übersicht und immer wieder auch an den technischen Fertigkeiten.

Startformation des 1. FC Kaiserslautern gegen den 1. FC Magdeburg

Anfangself des 1. FC Magdeburg gegen den 1. FC Kaiserslautern

Marvin Pourie belohnt den 1. FC Kaiserslautern für den großen Aufwand

FCK-Coach Jeff Saibene und die Roten Teufel verpassten gegen Magdeburg den erhofften Heimsieg. (Archivbild)
FCK-Coach Jeff Saibene und die Roten Teufel verpassten gegen Magdeburg den erhofften Heimsieg. (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa

Erst in der 35. Minute gab es die erste wirklich große Chance: Lauterns Hikmet Ciftci lupfte den Ball in den Lauf von Pourie, der frei vor Behrens auftauchte, aber nur auf das Spielgerät schaute und den Gäste-Torwart so anschoss - da wäre deutlich mehr drin gewesen!

Dann ließ der auffällige Ritter einen Flatterball auf das FCM-Gehäuse los, fand aber in Behrens seinen Meister (38.). Nun drängten die Gastgeber verstärkt auf den Führungstreffer.

Magdeburg stand jedoch im letzten Drittel sicher und machte die Räume eng, weshalb die Roten Teufel nur ganz selten im Strafraum auftauchten.

So betrieben beide Mannschaften zwar einen großen Aufwand, der Ertrag war aber gering. Daher blieb es zur Pause beim torlosen Remis.

Im zweiten Abschnitt gab es dann endlich das erhoffte erste Highlight. Adam Hlousek flankte von der linken Seite in den Strafraum, fand allerdings zunächst keinen Abnehmer. 

Doch Ritter bediente von rechts flach Pourie, der schnell schaltete und die Kugel in die lange Ecke einschoss - 1:0 für die Gastgeber (48.)!

Andreas Müller gleicht für den 1. FC Magdeburg mit einem Traumtor aus

Umkämpftes Duell: Lauterns Adam Hlousek (oben) und Magdeburgs Kai Brünker schenkten sich nichts.
Umkämpftes Duell: Lauterns Adam Hlousek (oben) und Magdeburgs Kai Brünker schenkten sich nichts.  © imago images / Thomas Frey

Wenig später hätte Carlo Sickinger nach einem Eckball erhöhen können. Der FCK-Kapitän nickte aufs Tor, hatte aber Pech, weil Korbinian Burger den Ball per Kopf an die Latte ablenkte - Glück für die Gäste (52.)!

Aus dem Nichts schlugen die Magdeburger dann nach einer Ecke zurück. Andreas Müller spielte nach einer kurzen Variante einen Doppelpass mit Thore Jacobsen und flankte das Leder in die Mitte.

Das hohe Zuspiel wurde immer länger und schlug im rechten Winkel ein - ein Traumtor, 1:1 (55.)! Dieser Treffer erschütterte Kaiserslautern bis ins Mark. Der ganze Schwung war mit einem Mal dahin.

Nun erspielte sich der FCM ein Übergewicht. Allerdings nur bis zum nächsten Schuss von Ritter, bei dem Behrens schnell abtauchen und parieren musste (74.). Wenig später traf der eingewechselte Nicolas Sessa nur das Außennetz (78.).

Auf der anderen Seite retteten Schlussmann Avdo Spahic und Abwehrchef Kevin Kraus gegen Florian Kath, der frei vor ihnen auftauchte (85.). 

Am Ende einer hektischen Schlussphase blieb es beim 1:1-Remis, durch das beide weiter im Tabellenkeller feststecken. Für den FCK geht es am kommenden Samstag (14 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim Halleschen FC weiter, während Magdeburg am Sonntag (15 Uhr) beim FC Ingolstadt 04 antritt.

Titelfoto: imago images / Thomas Frey

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