KFC Uerdingen schon wieder in Not: Neuer Investor zahlt keinen Pfennig! Sofortiges Ende?

Krefeld - Neuer Investor, alter Kontostand! Die Skandal-Nudel der 3. Liga, der KFC Uerdingen, hatte erst kürzlich seinen neuen Investor vorgestellt. Besserung schien zum Greifen nah, doch die Ernüchterung folgt nun auf den Fuß.

Mikhail Ponomarev (46) veräußerte seine Anteile an die Noah Company nach Armenien. Doch der KFC Uerdingen kommt weiterhin nicht zur Ruhe.
Mikhail Ponomarev (46) veräußerte seine Anteile an die Noah Company nach Armenien. Doch der KFC Uerdingen kommt weiterhin nicht zur Ruhe.  © Roland Weihrauch/dpa

Der neue armenische Geldgeber "NOAH Company" soll bislang noch nichts gezahlt haben, das berichtet Bild-Zeitung.

Das wiederum hat zur Folge, dass es schon wieder eng wird bei den Krefeldern, die wohl schon seit November keiner Gehälter mehr zahlen.

Dr. Claus-Peter Kruth, Insolvenzverwalter des Traditionsklubs soll laut Bild für den heutigen Donnerstag um 12 Uhr eine Deadline gesetzt haben, in der bestimmte Summen gezahlt werden sollen. Andernfalls würde der Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Dies wiederum hätte die Annullierung aller KFC-Partien zufolge, sowie einen Zwangsabstieg. Erst vor wenigen Tagen zog der Deutsche Fußballbund (DFB) dem aktuell Tabellendreizehnten der 3. Liga drei Punkte ab.

Zudem machten erst am Mittwoch Berichte die Runde, wohingegen man wohl bei einem Spieler die Versicherungsbeiträge ordnungsgemäß vom Gehalt abzog, diese jedoch nicht an die Krankenkasse weiterleitete.

Sozialleistungsbetrug? Weiterer Skandal deutet sich an

Die Sonne lacht über dem Grotenburg-Stadion in Krefeld. Gespielt wird hier schon lange nicht mehr. Spielt der KFC überhaupt noch einmal?
Die Sonne lacht über dem Grotenburg-Stadion in Krefeld. Gespielt wird hier schon lange nicht mehr. Spielt der KFC überhaupt noch einmal?  © Roland Weihrauch/dpa

Entsprechend hätte sich im Verein zu allem Überfluss auch noch des Sozialleistungsbetruges schuldig gemacht. Bis August 2020 sollen diese Gelder scheinbar über Monate nicht vernünftig abgeführt worden sein, so der Kicker.

Würde sich dieser Verdacht erhärten, wäre es durchaus möglich, dass es nicht nur einen Akteur beträfe.

Der Verein selbst hält sich zu den Vorwürfen bislang bedeckt. Ein Sprecher des Uerdinger Insolvenzverwalters bestätigte lediglich, dass man die Angelegenheit prüfen werde.

Die 12-Uhr-Frist soll laut des Sprechers hingegen nicht gesetzt worden sein. Man arbeite "an der Fortführung des Spielbetriebs, solange dies praktisch noch umsetzbar" sei, heißt es dazu bei Sport1.

Am Montag gastieren die Krefelder um 19 Uhr beim SV Wehen Wiesbaden. Ob die Mannschaft dort überhaupt antreten darf oder kann, steht einmal mehr in den Sternen.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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