Abstiegskampf der 3. Liga: Uerdingen, Bayern II und Meppen in arger Bedrängnis!

Deutschland - Wer sichert sich auf den letzten Saison-Metern doch noch den Klassenerhalt in der 3. Liga? Während der 1. FC Kaiserslautern nach dem 4:1 (3:1) gegen den KFC Uerdingen alles selbst in der Hand hat und maximal noch einen Sieg braucht, stecken die Krefelder tief im Schlamassel.

KFC-Stürmer Muhammed Kiprit (21) traf zuletzt zwar regelmäßig für Uerdingen (neun Saisontore), steht mit seinem Team aber mit dem Rücken zur Wand.
KFC-Stürmer Muhammed Kiprit (21) traf zuletzt zwar regelmäßig für Uerdingen (neun Saisontore), steht mit seinem Team aber mit dem Rücken zur Wand.  © imago images/Jan Huebner

Auch der FC Bayern München II steht nach dem 1:2 (0:1) gegen Schlusslicht SpVgg Unterhaching mit dem Rücken zur Wand, was ebenfalls für den SV Meppen gilt, der sein Heimspiel gegen den Vorletzten VfB Lübeck mit 0:2 (0:0) verlor.

So haben die Grün-Weißen sogar noch eine minimale Restchance, sich für ein weiteres Jahr in der 3. Liga zu halten. Bei der schwachen Form der Konkurrenten ist das nämlich nicht ausgeschlossen.

Gerade für Uerdingen dürfte es extrem eng werden, weil die Mannschaft von Trainer Jürgen Press (55) personell aus dem allerletzten Loch pfeift und deshalb gegen Ende einer Partie nichts mehr zuzusetzen hat.

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Bei den Roten Teufeln nahmen nur fünf Akteure auf der Bank platz. Obwohl der KFC kämpft und als Einheit agiert, kann man solch kräftezehrende Wochen in dieser Liga nur bedingt mit so wenigen fitten Akteuren kompensieren.

Zudem heißen die letzten zwei Liga-Gegner 1. FC Magdeburg und SV Waldhof Mannheim, die den Klassenerhalt beide in der Tasche haben und dementsprechend frei aufspielen können. So muss Uerdingen auf weitere Patzer der Konkurrenz hoffen.

Die U23 der Münchner ist an sich die Truppe mit der höchsten Qualität im Keller, doch den Youngsters fehlt erkennbar die Erfahrung, Gewohnheit und in dieser Phase auch die spielerische Leichtigkeit, mit dem Abstiegsdruck umzugehen. Mit nur drei Punkten aus den vergangenen zehn Begegnungen gehen ihr außerdem Erfolgserlebnisse und Form ab, um sich aus dieser Lage zu befreien.

Bayern-II-Kapitän Nicolas Feldhahn (34) droht mit den Münchnern nach der Meisterschaft in der Vorsaison aus der 3. Liga abzusteigen.
Bayern-II-Kapitän Nicolas Feldhahn (34) droht mit den Münchnern nach der Meisterschaft in der Vorsaison aus der 3. Liga abzusteigen.  © imago images/Oryk Haist

Bayern München II tritt bei 1860 München an, Meppen und Lübeck ebenfalls mit schweren Gegnern

Während der VfL Lübeck nach dem letzten Strohhalm griff und mit 2:0 in Meppen gewann, hat sich die Lage für die Emsländer weiter zugespitzt.
Während der VfL Lübeck nach dem letzten Strohhalm griff und mit 2:0 in Meppen gewann, hat sich die Lage für die Emsländer weiter zugespitzt.  © imago images/Werner Scholz

Nun steht auch noch das brisante Stadtderby beim TSV 1860 München an, wo es für beide Klubs um alles geht. Anschließend empfängt der amtierende Drittliga-Meister dann den Halleschen FC, für den es nur noch um eine Platzierung in der ersten Tabellenhälfte geht.

Zwar ist den jungen Münchnern eine Rettung noch zuzutrauen, doch dafür müssten sie wohl beide Partien gewinnen. Gerade gegen die Löwen dürfte das extrem schwer werden.

Doch der FCB und auch Uerdingen haben Glück, dass mit Meppen ein weiteres Team nicht aus dem Quark kommt. Die Entlassung von Torsten Frings (44) und die Verpflichtung von Rico Schmitt (52) haben nichts bewirkt. Nur ein Punkt aus vier Liga-Partien sind viel zu wenig für die Emsländer, die weiterhin große Probleme haben, Tore zu erzielen und sich zudem immer wieder Böcke in der Defensive leisten.

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Gegen Lübeck war den Spielern auch der Druck anzumerken, der sie gerade nach dem Rückstand lähmte. Nun geht es gegen den 1. FC Saarbrücken und MSV Duisburg. Wenn der SVM hier keine deutliche Leistungssteigerung zeigt, ist gegen diese beiden Mannschaften nichts zu holen.

So könnte sogar Lübeck trotz vier Punkten bei nur noch zwei verbleibenden Partien noch einmal herankommen, was aber richtig schwer wird. Zwar ist dem Traditionsverein aus dem hohen Norden gegen den geretteten FSV Zwickau durchaus ein Sieg zuzutrauen, doch dass sie (erneut) den FC Hansa Rostock schlagen, ist unwahrscheinlich. Die Spannung im Abstiegskampf ist auch dank des VfB weiterhin gegeben.

Titelfoto: imago images/Jan Huebner/Oryk Haist

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